Betriebsrat fordert personelle Konsequenzen

27. März 2006, 10:32
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Zentralbetriebsrätin Streibel-Zarfl: "Involvierte Vorstände müssen Verantwortung übernehmen" - Unterstützung für Nowotny

Wien - Der Betriebsrat der Bawag P.S.K. forderte am Freitag "im Interesse aller MitarbeiterInnen" die Unternehmensleitung der Bank auf, die Geschäfte in der Vergangenheit "lückenlos aufzuklären". "Es gehört alles auf den Tisch. Es muss Schluss sein mit der Politik des scheibchenweisen Zugebens", betonte Zentralbetriebsratsvorsitzende Ingrid Streibel-Zarfl in einer Aussendung.

In der heutigen informellen Aufsichtsratssitzung sei bestätigt worden, dass die Mitglieder des Aufsichtsrates über die Karibikgeschäfte und ihre Auswirkungen nicht informiert waren, so Streibel-Zarfl weiter. Verlangt wird deshalb eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates.

Rücktritte gefordert

Weiters werden vom Vorstand Konsequenzen gefordert: "Verantwortlichkeiten müssen unbedingt geklärt werden. Wir fordern die involvierten Vorstände auf, von sich aus die Konsequenzen zu ziehen. Wenn dies nicht von ihrer Seite geschieht, fordern wir den Eigentümer auf, aktiv zu werden", meint Streibel-Zarfl.

Es sei bekannt, dass "wesentlich größere Banken wesentlich kleinere Vorstands- und Aufsichtsratsgremien haben als die BAWAG P.S.K. Der Betriebsrat bringt deshalb weiters die Forderung ein, dass der BAWAG P.S.K.-Vorstand verkleinert wird, um ein effizientes und verantwortliches Managementteam zu bilden", heißt es in der Aussendung weiter.

Bawag-Generaldirektor Ewald Nowotny, der die Geschäfte der Vergangenheit "rasch und lückenlos aufklären" wolle, sagt der Betriebsrat ausdrücklich seine Unterstützung zu. (red)

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