Ende des Wettbremsens

22. Juli 2006, 13:39
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Startnummernvergabe bei Weltcup-Abfahrtsläufen wird neu geregelt

Wien - Das so genannte "Qualifying" bei Ski-Weltcup-Abfahrtsläufen wird abgeschafft. Das bestätigte ÖSV-Alpinchef Hans Pum der APA - Austria Presse Agentur am Freitag. Die neue Methode zur Startnummernermittlung wird beim FIS-Kongress im Mai in Portugal beschlossen, wobei es einige mögliche Szenarien gibt. In den vier vergangenen Saisonen waren die Rennläufer in gestürzter Reihefolge des Abschlusstrainings gestartet, weshalb es häufig zu einem "Wettbremsen" im Training gekommen war.

"Die Interessen sind sehr unterschiedlich", weiß Pum um die Problematik der Verhandlungen im Mai. Denn das Thema ist nicht neu. Bereits im vergangenen Jahr war das Startnummerntraining auf dem FIS-Kongress gekippt, mangels Einigung auf ein neues System aber letztlich doch beibehalten worden.

Gegen die damals beschlossene Regelung, in den Abfahrten wie im Super G nach gestürzter Weltranglistenplatzierung zu starten, hatte sich massiver Widerstand bei Verbänden und Fahrern geregt. Die Besten, so das Argument, sollten nicht mit schlechten Nummern "bestraft" werden.

Die Olympischen Spiele in Turin haben jedenfalls dem Ski-Weltverband, der die Spannung bei Abfahrten möglichst lange aufrecht erhalten will, in die Hände gespielt. Antoine Deneriaz, der sich am "Wettbremsen" der Stars nicht beteiligt hatte, war nach Bestzeit im Abschlusstraining auch zur Goldmedaille gefahren.(APA)

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