Welche Sonnenbrille ist die beste?

3. Jänner 2007, 11:41
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Verlockend ist das Angebot und groß die Auswahl - doch wer kümmert sich schon gern um optimale Tönungs- und Schutzkriterien, wenn das Ding im Trend liegt

Seit Jackie Kennedy muss sie cool sein und spätestens seit den 70ties auch nacht- und discofever-tauglich: die Sonnenbrille. Doch am Anfang der Erfolgsgeschichte stand ganz anderes im Mittelpunkt: die Schutzfunktion. derStandard.at/Gesundheit hat die optische Herausforderung angenommen und hinter die Fassade der verführerischen Gläser geblickt.

Fast jährlich ist die Sonnenbrille auf dem Prüfstand der unbestechlichen Konsumentenschützer und wird genauestens unter die Qualitätslupe genommen. War vor ein paar Jahren der fehlende UV Schutz Grund zur Beanstandung, so konnte die deutsche Stiftung Warentest bei der letzten Auswertung Mängel in den Bereichen Verarbeitung, Material und Kennzeichnung feststellen. Worauf also schauen beim Sonnenbrillenkauf? Der Innungsmeister der österreichischen Augen- und Kontaktlinsenoptiker, Gerhard Gschweidl kennt die Qualitätskriterien:

UV Schutz durch CE-Zeichen

Kaufen Sie nur Brillen mit einem CE-Zeichen. Es bedeutet, dass die jeweilige Brille der EU-Norm entspricht und einen UV-Schutz aufweist. Trotzdem bietet das CE-Zeichen keine abschließende Sicherheit – es gibt keine unabhängige Instanz, die jedes Modell prüft. Zwar prüfen die meisten europäischen Hersteller ihre Brillen mit einem freiwilligen Zusatztest, aber auch Importe, etwa aus Asien, können das CE-Zeichen tragen und trotzdem keinen ausreichenden UV-Schutz aufweisen. Solche Brillen zu erkennen ist unmöglich. Ausweg: Die meisten Optikermeister haben Messgeräte, mit denen der UV-Schutz gemessen werden kann.

Der Tönungsgrad - Blendschutzkategorien

Achten Sie auf die Blendschutzkategorie. Der Blendschutz wird über die Tönung der Gläser erzielt. Je dunkler die Gläser, desto höher die Lichtdämpfung und damit der Blendschutz. Renommierte Hersteller haben den Blendschutz in Kategorien unterteilt, Gläser für bestimmte Lichtverhältnisse konzipiert. Die Bezeichnung der jeweiligen Kategorie findet sich an der Innenseite der Bügel und reicht von 0 bis 4. Bei Sonnenschein reicht die Kategorie 2. Für Urlaube im Süden, im Gebirge und am Wasser sind Brillen der Kategorie 3 empfehlenswert. Vorsicht: extrem dunkle Gläser der Blendschutz-Kategorie 4 dürfen im Straßenverkehr nicht verwendet werden.

Beim Gläsertest - einfach durchschauen

Bei schlechter Glasqualität kann es zu Verzerrungen im Blickfeld kommen. Mit einem einfachen Test ist das zu erkennen: Nehmen Sie die Brille in beide Hände und halten sie vor eine gerade Linie. Schieben Sie jetzt die Brille hin und her. Bei schlechten Gläsern werden Sie merken, dass sich die gerade Linie wölbt oder verzerrt. Auf diese Brille sollten Sie verzichten. Sonnenbrillen mit verschrammten oder zerkratzten Gläsern sind ein Fall für den Mülleimer. Jede noch so kleine Schramme im Brillenglas zwingt das Auge zur ständigen Korrektur, die Augen ermüden. Achten Sie auf die Farbe der Gläser. Bei bunten Tönungen empfiehlt sich der Blick auf die Ampelfarben: können rot und grün gut unterschieden werden, steht dem Kauf nichts im Wege. (nia)

Link

Sonnenbrillentest der Deutschen Stiftung Warentest

  • Bild nicht mehr verfügbar

    schlechte Aussicht

    Mit zerkratzten Gläsern werden die Augen zusätzlich belastet

  • Auf das CE Zeichen achtenDas CE ZEichen zeigt, dass die Brille der EU NOrm entspricht und einen UV Schutz hat
    neumayr/optikermeister

    Auf das CE Zeichen achten

    Das CE ZEichen zeigt, dass die Brille der EU NOrm entspricht und einen UV Schutz hat

  • Der Blendschutz steht am BügelDie Blendschutzkategorie (0 bis 4) gibt Auskunft darüber, wie stark das Licht gedämpft wird.

    Der Blendschutz steht am Bügel

    Die Blendschutzkategorie (0 bis 4) gibt Auskunft darüber, wie stark das Licht gedämpft wird.

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