Konferenz für Dauer-Boykott europäischer Produkte wegen Karikaturen

27. März 2006, 15:41
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Entschuldigung von europäischen Staaten und Unternehmen gefordert

Manama - Über 250 muslimische Geistliche haben sich für einen anhaltenden Boykott von Produkten aus Staaten ausgesprochen, in denen die umstrittenen Mohammed-Karikaturen veröffentlicht worden sind. Ein solcher Boykott sei eine "zivilisierte Form des Protests", heißt es in der Abschlusserklärung der Konferenz zur Unterstützung des Propheten, die am Donnerstagabend in Bahrain zu Ende ging. Beschlossen wurde zudem die Einrichtung eines Büros, dass die Boykott-Aktionen in islamischen Ländern koordinieren soll.

Boykott-Ende nach Entschuldigung

Beendet werden sollte der Boykott von Produkten aus einem bestimmten Staat oder eines einzelnen Unternehmens dann, wenn die Regierung oder die Unternehmensleitung sich für die Karikaturen entschuldigten, sagte ein Sprecher der Konferenz der Nachrichtenagentur AP.

Die Mohammed-Karikaturen waren zuerst im September vergangenen Jahres in einer dänischen Zeitung erschienen und dann nach Protesten in mehreren islamischen Staaten von Zeitungen in ganz Europa und darüber hinaus nachgedruckt worden. Die Konferenz in Bahrain verurteilte die gewaltsamen Ausschreitungen, zu denen es in zahlreichen Ländern bei Protesten gegen die Karikaturen gekommen war. (APA/AP)

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