13-Jährige bei Kirtag vergewaltigt: Sieben Jahre Haft

24. März 2006, 17:08
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Urteil nicht rechtskräftig - Opfer erlitt schwere posttraumatische Störung

Salzburg - Zwei Marktfahrer sollen ein 13-jähriges Mädchen bei einem Kirtag in Bruck an der Glocknerstraße (Pinzgau) am 14. August 2004 vergewaltigt und sexuell missbraucht haben. Kurz nach 20.00 Uhr wurde am Donnerstag im fortgesetzten Schwurgerichts-Prozess am Landesgericht Salzburg das Urteil verkündet: Sieben Jahre Haft. Die Angeklagten legten Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung ein.

Die beiden Männer, mittlerweile 24 und 46 Jahre alt, beteuerten heute erneut ihre Unschuld. Sie waren mit dem Mädchen ins Gespräch gekommen, weil es sich eine Halskette kaufen wollte. Zum Geschlechtsverkehr sei es nicht gezwungen worden, es habe freiwillig mitgemacht, betonte der 24-Jährige. Er habe allerdings nicht gewusst, dass es unter 14 Jahre alt gewesen war. Der Ältere stritt heute sogar jeden Kontakt mit dem Mädchen ab.

Opfer sexueller Gewalt

Doch laut Staatsanwältin Barbara Feichtinger war die Minderjährige Opfer sexueller Gewalt. Der 24-Jährige "zerrte das Mädchen in einen Lieferwagen und verging sich an ihr". Danach soll es der 46-Jährige in der Damentoilette eines nahe gelegenen Cafes zum Oralverkehr gezwungen haben.

Das Opfer hatte eine schwere posttraumatische Störung erlitten, das einer schweren Körperverletzung gleichkommt, attestierte ein Gerichtsgutachten. Die beiden Inder, die nicht miteinander verwandt sind, standen bereits im August 2005 vor einem Salzburger Schöffengericht. Wegen der schweren Belastungsstörung des Mädchens wurde der Fall an ein Schwurgericht weitergeleitet.

Die Staatsanwaltschaft gab nach der Urteilsverkündung keine Erklärung ab. Strafrahmen: Fünf bis 15 Jahre Haft. (APA)

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