Vietnamese erstritt vor Gericht die Todesstrafe

26. März 2006, 09:51
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"Mein Leben ist sinnlos und ich kann nicht umerzogen werden"

Hanoi - Ein Vietnamese hat vor einem Berufungsgericht erreicht, dass seine lebenslange Haft in eine Todesstrafe umgewandelt wird. Der Mann wolle damit die Reue zeigen, die er für den Mord an seiner Freundin empfinde, berichteten staatlichen Medien am Donnerstag.

Der 27-jährige Le Huy Hoang hatte einem Bericht der Zeitung Tien Phong zufolge im Juli 2004 seine Freundin im Streit erwürgt. Die Frau hatte ihn verlassen wollen, nachdem er einen Autounfall in Ho Chi Minh Stadt verursacht hatte und geflohen war, berichtete die Zeitung. Bei dem Unfall kam ein Mensch ums Leben, ein weiterer wurde schwer verletzt.

Erst einen Tag später entdeckten Verkehrsteilnehmer die Leiche der Ermordeten auf dem Beifahrersitz von Hoangs Auto. Ein Gericht verurteilte ihn zu lebenslanger Haft. "Mein Leben ist sinnlos und ich kann nicht umerzogen werden. Darum bitte ich um die Todesstrafe", schrieb Hoang in einem Brief an das Berufungsgericht. Das geänderte Urteil soll nun durch Erschießung vollstreckt werden. (APA/Reuters)

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