Niederösterreich: Rettung fürs defizitäre Spital

24. März 2006, 15:02
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Akutfälle in Gesundheitspolitik - Finanzfragen des Rettungswesen weiter ungelöst

St. Pölten - Die 24 Notarztwagen in Niederösterreich haben im Vorjahr 32.000 Einsätze verzeichnet. Im Durchschnitt erreichten sie dabei den Patienten nach 15 Minuten, bilanzierten Landesrat Emil Schabl (SP), der Präsident des NÖ Roten Kreuz, Hadmar Lechner und der Vizepräsident des Arbeiter-Samariter-Bund, Gerhard Weber am Donnerstag in einer Pressekonferenz in St. Pölten. Die Finanzfragen des Rettungswesen waren indes weiter ungelöst. Schabl und Lechner sprachen sich für eine 50-prozentige Beteiligung des Landes an der Rettungsleitstelle LEBIG aus.

Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka (VP) befasste sich am Donnerstag jedoch mit einem anderen Akutfall in der niederösterreichischen Gesundheitsversorgung. Er wirft der SP "Machtpolitik" in Wiener Neustadt vor, diese gefährde die Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich und somit eine mögliche Übernahme des schwer defizitären Krankenhauses - der Abgang 2005 beträgt 13,9 Millionen Euro, eine Steigerung gegenüber dem Jahr 2001 um 800 Prozent. Sobotka fordert die Umsetzung eines Sanierungskonzepts durch die Stadtgemeinde ein. Ihm scheint dieses Vorhaben aber bedroht, weil Wiener Neustadts Bürgermeister Bernhard Müller (SP) vergangene Woche einen neuen hauptamtlichen Spitalsleiter eingesetzt hat. (red, DER STANDARD - Printausgabe, 24. März 2006)

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