Erinnerungen an die UdSSR

23. März 2006, 12:08
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Vortrag über Lilli Beer Jergitsch im Rahmen der IWK-Reihe "Frauen schreiben gegen Hindernisse"

Wien - Das IWK lädt zum Vortrag von Mag.a Karin Nusko (Wien) über Lilli Beer Jergitsch im Rahmen der Seminarreihe "Frauen schreiben gegen Hindernisse" am Donnerstag, 30. März um 18.30 Uhr.

Lilli Jergitsch, 1904 in Graz als Tochter von Kommunisten, die an der Gründung des Arbeitervereines "Kinderfreunde" beteiligt waren, geboren, war sie mit Alfred Adler und Max Adler bekannt, trat der kommunistischen Partei bei und arbeitete für den "Verlag für Literatur und Politik". 1928 reiste sie hochschwanger nach Moskau, wurde von dort nach Pokrowsk gebracht und war bei literarischen Zeitungen tätig. Ab 1930 in Moskau bei der "Deutschen Zentralen Zeitung" beschäftigt wurde sie nur deshalb nicht verhaftet, weil sie als freie Mitarbeiterin galt. Die Angst vor Verhaftung und Entbehrungen prägten ihr Leben. 1946 kehrte sie nach Wien zurück, arbeitete als Lektorin und verfasste ein umfangreiches Manuskript über ihren 18-jährigen Aufenthalt in der UdSSR. 1988 starb sie in Wien.

Zur Vortragenden

Karin Nusko studierte Volkskunde, Philosophie und Geschichte; Arbeitsschwerpunkt: Frauenforschung. Sie ist derzeit Mitarbeiterin des IWK-Projekts "biografiA. Datenbank und Lexikon österreichischer Frauen". (red)

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INSTITUT FÜR WISSENSCHAFT UND KUNST
1090 Wien, Berggasse 17, Seminarraum 3
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