Verheugen droht Paris und Madrid

23. März 2006, 18:02
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Industriekommissar zu Energiepolitik: EU-Kommission kann Marktöffnung "erzwingen"

Frankfurt/Main - Kurz vor Beginn des EU-Frühjahrsgipfels hat Industriekommissar Günther Verheugen die protektionistische Haltung Frankreichs und Spaniens in der Energiepolitik kritisiert und beiden Ländern Konsequenzen angedroht.

Die vollständige Öffnung des EU-Binnenmarktes für Strom und Gas sei bereits vor einem Jahr festgeschrieben worden, sagte Verheugen am Donnerstag im Hessischen Rundfunk. Mitgliedsländer, die sich an diese Abmachung nicht hielten, müssten mit entsprechenden Konsequenzen rechnen: "Die Möglichkeiten, die die EU-Kommission hat, reichen aus, um die Öffnung zu erzwingen", unterstrich Verheugen.

Eine gemeinsame Energiepolitik auf EU-Ebene nannte der deutsche Kommissar überfällig. "Jedes Land bastelt da noch munter vor sich hin." In Wirklichkeit sei aber jedes der 25 EU-Länder für sich genommen viel zu klein, um seine Interessen in der Energiepolitik noch wirkungsvoll durchsetzen zu können. (APA/AFP)

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