"Versprecher" kostete US-Radiomoderator den Job

25. März 2006, 18:45
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Rassistische Beschimpfung gegen US-Außenministerin Rice "herausgerutscht"

St. Louis - Ein rassistisches Schimpfwort mitten in einer Lobrede auf US-Außenministerin Condoleezza Rice hat einen amerikanischen Radiomoderator den Job gekostet. Dave Lenihan griff in seiner Sendung am Mittwoch eine scherzhafte Bemerkung von Rice auf, die einmal erklärt hat, sie wolle eines Tages die amerikanische Football-Liga leiten. Lenihan erklärte, dies sei eine gute Idee, pries Rice' Lebenslauf und fügte hinzu, überdies sei sie Afroamerikanerin, und das wäre "a big coon" - zu deutsch: ein großer Neger. Der Moderator, der nach eigener Aussage eigentlich "coup" hatte sagen wollen, entschuldigte sich sofort: "Oh mein Gott. Das tut mir furchtbar, furchtbar, furchtbar leid."

Obwohl auch der Chef des Senders KTRS erklärte, es habe sich wohl um einen Versprecher gehandelt, setzte er Lenihan umgehend vor die Tür. Der Moderator sagte der Nachrichtenagentur AP am Telefon, er habe erst vor zwei Wochen bei KTRS angefangen: "Es war mein Traumjob." (APA/AP)

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