Terror-Prozess gegen sieben Briten

27. März 2006, 15:52
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Sollen Anschlag auf Diskothek geplant haben - Bei einem der Angeklagten wurde Liste von Synagogen gefunden

London - In einem Prozess gegen sieben mutmaßliche Terroristen hat die britische Staatsanwaltschaft am Mittwoch erklärt, die Gruppe habe einen Anschlag auf eine "große Diskothek" in London geplant. Staatsanwalt David Waters warf den sieben Angeklagten im Alter zwischen 19 und 34 Jahren darüber hinaus vor, sie hätten die Beschaffung einer "schmutzigen Bombe" mit radioaktiven Materialien in Betracht gezogen. Darüber hinaus sei bei einem der Angeklagten eine Liste mit Adressen von Synagogen gefunden worden. Es liege nahe zu vermuten, dass damit ebenfalls "potenzielle Ziele" für Anschläge anvisiert worden seien, fügte Waters hinzu.

Die sieben Angeklagten, die ihre Unschuld beteuern, waren am 30. März 2004 festgenommen worden. Die Planungen für Anschläge sollen sie zwischen Januar 2003 und März 2004 betrieben haben. Die Festnahmen erfolgten, nachdem die Polizei Telefonate abgehört hatte. Den Ermittlungen zufolge sprachen die Angeklagten wiederholt über Zünder und mögliche Ziele von Anschlägen. Die Anschläge von Madrid, bei denen am 11. März 2004 insgesamt 191 Menschen getötet wurden, bezeichnete demnach einer der Angeklagten als "herrlich". (APA)

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