Telekom Austria will "den Hackern einen Schritt voraus sein"

31. März 2006, 10:16
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Kann BS-7799-Zertifikat als bisher einziger Internetbetreiber und zehntes Unternehmen in Österreich vorweisen

Auf der einen Seite sind Unternehmen immer stärker auf Informations- und Telekommunikations­technologien (ITK) angewiesen, auf der anderen Seite werden die Attacken auf ITK-Infrastrukturen und vor allem das Internet immer mehr. "Die Kunden erwarten sich mehr garantierte Sicherheit für ihre Daten", berichtet Krzystof Müller, Leiter Information Security der Telekom Austria, "und um diese zu gewährleisten, haben wir unserer Unternehmen jetzt nach der internationalen etablierten Security-Norm BS 7799/ISO 17799 zertifizieren lassen."

Auch Managementsysteme geprüft

Um diese Sicherheitsbescheinigung zu erhalten, werden nicht nur die technischen, sondern auch die Managementsysteme unter die Lupe genommen, um eine ständige Überwachung, Prüfung und Verbesserung der IT-Sicherheit zu gewährleisten.

2000 Personentage Arbeit

Elf Monate haben die Vorbereitungen gedauert, ein Projektteam hat 2000 Personentage daran gearbeitet, ein sechsstelliger Betrag wurde investiert, 1500 Mitarbeiter wurden geschult, ein 160 Seiten umfangreiches Sicherheitshandbuch wurde erstellt, drei Prüfer haben zwei Wochen lang sämtliche Sicherheitsfeatures in der Netzinfrastruktur der Telekom Austria dafür überprüft. Mit dem Ergebnis, dass die Telekom Austria nun als bisher einziger Internetbetreiber und zehntes Unternehmen in Österreich das BS-7799-Zertifikat vorweisen kann. Weltweit sind bisher erst 2069 Unternehmen mit dieser internationalen Norm ausgestattet.

" Für den Ernstfall besser vorbereitet"

"Eine 100-prozentige Sicherheit im Internet wird es nie geben", meint Müller, "aber wir sind für den Ernstfall besser vorbereitet und können Gegenmaßnahmen schneller und gezielter einleiten." Zu den Sicherheitsmaßnahmen der Telekom Austria gehören auch regelmäßige Audits, bei denen durch Angriffssimulationen proaktiv nach Schwachstellen gesucht wird. "Wir versuchen so, den Hackern einen Schritt voraus zu sein." (kat/DER STANDARD, Printausgabe, 23.3.2006)

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