Sportförderung, hochglänzend

23. März 2006, 19:52
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Das Sportmagazin präsentiert seit 17 Jahren zum Frühlingsbeginn seinen Bikinikalender

Die Kernfrage ("Wieso stellt man einen Kalender im März vor?") ist schnell beantwortet. Erstens: weil im Herbst eh alle anderen ihre Kalender präsentieren. Zweitens: weil es völlig wurscht ist, ob unter solchen Kalenderbildern neue Tage oder alte Lottozahlen stehen. Drittens: weil man derzeit leichter am Spannervorwurf vorbeischrammen kann - wann, wenn nicht jetzt, wollen Frauen schließlich wissen, was bald im Freibad angesagt ist? Oder so. Und viertens: weil es Tradition ist.

Das Sportmagazin präsentiert schließlich mittlerweile seit 17 Jahren zum Frühlingsbeginn seinen Bikinikalender. Deswegen wäre das Jugendstiltheater auf der Baumgartner Höhe sowieso knackevoll gewesen. Sogar dann, wenn nicht David La Chapelle die Models da in - äh - "sportlichen" Posen abgelichtet hätte.

Das (männliche) Publikum transpirierte aber schon, als Celine Roschek und sieben Kolleginnen am Laufsteg Bademode vorführten - und ob echte Sportschwimmer wie Mirna Jukic (wie auch Maxim Podoprigora im Publikum) damit je ins Wasser gehen würden, blieb offen. Nicht zuletzt, weil diese Frage ohnehin niemand stellt. (DER STANDARD Printausgabe 23.3.2006)

  • Laufstegsport: Karin Mayer-Krifka (Läuferin) und Maxim Podoprigora, Trainingsoutfit begutachtend
    foto: rottenberg

    Laufstegsport: Karin Mayer-Krifka (Läuferin) und Maxim Podoprigora, Trainingsoutfit begutachtend

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