Algerien behindert Ausstieg aus dem Islam

27. März 2006, 15:45
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Neues Gesetz sieht Haft- und Geldstrafen vor

Algier - Ein neues Gesetz in Algerien soll verhindern, dass die Bürger die islamische Staatsreligion verlassen und zu einem anderen Glauben übertreten. Sobald das am Wochenende von beiden Kammern des Parlaments verabschiedete Gesetz gültig ist, muss, "wer einen Muslim anstiftet, zwingt oder dazu verführt, zu einer anderen Religion überzutreten", mit Haftstrafen zwischen zwei und fünf Jahren sowie mit Geldstrafen bis zu 10.000 Euro rechnen.

Die Maßnahme richtet sich hauptsächlich gegen Muslime, die zum Christentum übertreten. Vor allem in der östlich der Hauptstadt Algier gelegenen Kabylei, Heimat der Berberminderheit, schließen sich immer häufiger Menschen dem Christentum an. Dort sind protestantische Missionare besonders aktiv. (rw, DER STANDARD, Print, 23.3.2006))

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