Einige Aufsichtsräte der BAWAG könnten gehen

22. März 2006, 18:39
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Sorge wegen möglicher Gesetzesverletzungen bei Billigung neuer Spekulationsgeschäfte

Wien - Nach weiteren Krisensitzungen von Führungsorganen der Gewerkschaftsbank BAWAG und im ÖGB am heutigen Mittwoch sind am Freitag früh in der Causa Karibik-Verluste Beratungen der BAWAG-Aufsichtsräte anberaumt, verlautet zur APA. Welche Konsequenzen die Kontrollorgane ziehen werden, wird nach außen noch nicht erklärt. Es stehen aber wieder Demissionen im Raum.

Wiederaufnahme nicht zustimmen

Die Aufsichtsräte bekommen es jetzt angeblich mit der Angst zu tun. Denn sie hätten der Wiederaufnahme der Karibik-Geschäfte nicht zustimmen dürfen, schreibt der "Kurier" in seiner Donnerstagausgabe. Nun gehe die Angst um, dass die Finanzmarktaufsicht (FMA) und die Staatsanwaltschaft eine Gesetzesverletzung entdecken. Es wird erwartet, dass einige Aufsichtsräte zurücktreten.

Vorstände wackeln

Auch die Bank-Vorstände Peter Nakowitz und Christian Büttner wackeln. Nach den jüngsten Spekulationen könnte es der Fall gewesen sein sein, dass die Gewerkschaftsbank bei ihrem herbstlichen Blitzkredit an Refco-Gründer Phillip Bennett einem alten Partner geholfen hat, weil dieser der BAWAG half, die schief gegangenen Investments in der Karibik bilanzschonend unterzubringen. (APA)

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