RAU: ChristInnen und MuslimInnen

24. März 2006, 12:23
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"Brandstifter" gibt es auf beiden Seiten, meint Anas Schakfeh

Seit Kurzem gibt es eine Plattform Christen/Muslime, die eine private, zivilgesellschaftliche Initiative sein will. "Längst schon gibt es keine getrennten Lebenswelten mehr, hunderttausende Muslime gehören zur österreichischen Alltagsrealität", heißt es in der gemeinsamen Erklärung, die unter anderem Stefan Schulmeister und Heinz Nußbaumer, Hannes Androsch, Franz Fischler und Erhard Busek, Hubert von Goisern, Klaus Maria Brandauer und Franz Welser-Möst, der orthodoxe Metropolit Michail Staikos, Abt Fürnsinn, Michael Chaloupka von der evangelischen Diakonie, Franz Küberl von der Caritas sowie Anas Schakfeh, Präsident der islamischen Glaubensgemeinschaft, und deren Pressesprecherin Carla Amina Baghajati unterzeichnet haben.

Anas Schakfeh wies darauf hin, dass es "Brandstifter auf beiden Seiten" gibt, denen man auf die Finger schauen müsse. Das war wichtig, denn die Islamophoben in der Öffentlichkeit sind relativ auffällig, aber die islamistischen Hardliner (zum Teil Konvertiten), die sich etwa auf diversen Websites und in Chat-Foren tummeln, sind nicht so leicht auszumachen, aber kaum weniger bedenklich. (DER STANDARD, Printausgabe 23.03.2006)

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