Brand in japanischem Atomkraftwerk

22. März 2006, 19:28
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Feuer nach Stunden gelöscht - Keine Strahlung ausgetreten

Tokio - In einem Atomkraftwerk im Westen Japans hat es am Mittwoch gebrannt. Wegen des dichten Rauchs brauchten die Feuerwehrleute zwei Stunden, um den Brandherd zu erreichen, wie die Betreibergesellschaft erklärte. Weitere zwei Stunden später seien die Flammen gelöscht worden. Radioaktivität trat den Angaben zufolge nicht aus, zwei Arbeiter erlitten Rauchvergiftungen.

Der Brand begann offenbar zwischen den Reaktoren Nummer 3 und 4 des Atomkraftwerks Oi der Firma Kansai Electric, wie ein örtlicher Regierungsbeamter sagte. Die dort gelagerte Asche ist nach Angaben von Kansai leicht radioaktiv. Messgeräte außerhalb der Anlage hätten jedoch keine Strahlung angezeigt. Alle vier Druckwasserreaktoren der Anlage arbeiteten normal. Oi liegt etwa 320 Kilometer westlich von Tokio.

Japan bezieht etwa ein Drittel seiner Energie aus den 55 Atomreaktoren des Landes. Die Regierung will diesen Anteil bis 2010 auf fast 40 Prozent steigern. Bei einem Atomunfall waren 1999 nordöstlich von Tokio zwei Arbeiter getötet worden. Wegen eines Lecks wurden tausende Menschen in Sicherheit gebracht. 2004 wurden fünf Arbeiter getötet, als eine Leitung barst und kochendes Wasser austrat.(APA)

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