Nobelpreisträger fordert überfälliges Umdenken ein

12. Juli 2006, 14:24
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Mario Jose Molina warnt vor Erderwärmung und beruft sich paleoklimatische Daten

Mexiko-Stadt - Der mexikanische Nobelpreisträger Mario Jose Molina hat angesichts der immer deutlicher werdenden Erderwärmung zu einem schonenden Umgang mit der Natur und den Wasservorräten aufgerufen. Das Jahr 2005 sei das heißeste seit tausend Jahren gewesen, sagte Molina beim IV. Weltwasserforum in Mexiko-Stadt. Dies sei vor allem auf den zerstörerischen Umgang des Menschen mit der Umwelt in den letzten 50 Jahren zurückzuführen.

Molina hatte 1995 zusammen mit den Chemikern Frank Sherwood Rowland aus den USA und dem Niederländer Paul Crutzen den Chemie-Nobelpreis für die Erforschung der Zerstörung der Ozonschicht erhalten.

Nach Angaben des Wissenschaftlers ist die Zunahme der Regenfälle und der Dürren in jüngster Zeit auf die Veränderung des Weltklimas und das Abschmelzen der Gletscher zurückzuführen. Molina untermauerte seine Forschungsergebnisse mit "paleoklimatischen Daten" aus der Untersuchung von Wassertropfen, die Jahrtausende im Gletschereis eingeschlossen waren, und Baumrinden aus jahrhundertealten Urwäldern. (APA/dpa)

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