Ein Prozent Wachstum bei Österreichs Buchproduktion

28. März 2006, 20:38
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Im vergangenen Jahr erschienen im Handel täglich 15 neue Buchtitel von heimischen Verlagen - "Schöne Literatur" als größte Sachgruppe

Wien - 7.806 neue Publikationen sind 2005 in Österreich erschienen. Damit ist die Produktion gegenüber 2004 (7.718 österreichische neue Titel insgesamt) um 1,1 Prozent gestiegen. Den 5.487 Neuerscheinungen innerhalb des Buchhandels stehen 2.319 nichtkommerzielle Novitäten gegenüber. Verzeichneten die über den Handel vertriebenen Neuerscheinungen ein Plus von 4,26 Prozent, sind außerhalb des Handels vertriebene Publikationen im Vergleich zu 2004 um 5,54 Prozent zurückgegangen. Das geht aus der vom Hauptverband des österreichischen Buchhandels herausgegebenen "Statistik der österreichischen Buchproduktion 2004 und 2005" hervor.

"Schöne Literatur" als größte Sachgruppe

16 Prozent (873 Titel) aller Neuerscheinungen im Buchhandel betrafen im Jahr 2005 die "Schöne Literatur", sechs Prozent (343 Titel) den Bereich "Kinder- und Jugendliteratur". Weitere große Sachgruppen sind etwa "Recht und Verwaltung" (mit einem Zehn-Prozent-Anteil an der kommerziellen heimischen Buchproduktion) sowie "Geschichte, Kulturgeschichte, Volkskunde" (acht Prozent). Den größten Titelzuwachs unter den insgesamt 24 Sachgruppen gab es bei "Politik, Militär" (115 Titel mehr).

Nur zehn Neuauflagen mehr als im Vorjahr

Die Anzahl der Neuauflagen (933 Titel) war 2005 nur geringfügig, nämlich um zehn Titel, höher als jene des Vorjahres. Von den 5.487 Novitäten waren 569 Titel fremd- oder mehrsprachig - zumeist aus den Gruppen "Technik, Industrie, Gewerbe" und "Naturwissenschaften, Ökologie". Der größte Teil dieser erschien zu 51 Prozent in englischer Sprache, gefolgt von polyglotten Werken, die in mindestens zwei Sprachen erschienen sind, bis hin zu Slowenisch mit einem Anteil von 4,9 Prozent.

2005 gab es bei den Buchhandelsausgaben 213 Übersetzungen aus 23 Sprachen - etwas mehr als ein Drittel stammten aus dem Englischen, 12,7 Prozent aus dem Französischen, 8 Prozent aus dem Italienischen und 6,6 Prozent aus dem Slowenischen. (APA)

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