Studie zu Mammografien

22. März 2006, 11:56
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Röntgenuntersuchung würde Frauen mit bestimmten Genmutationen nicht schaden

London - Mammografien sind einer Studie zufolge nicht schädlich für Frauen mit bestimmten Genmutationen, die sie für Brustkrebs anfällig machen. Bei einer Mammografie, mit der Tumore in der Brust aufgespürt werden können, entsteht eine schwach dosierte ionisierende Strahlung, die normalerweise unschädlich ist.

ÄrztInnen hatten jedoch befürchtet, dass schon diese geringe Menge bei Frauen mit bestimmten Genmutationen ausreichen könnte, um Zellen zu beschädigen und dadurch Krebs auszulösen. Als gefährdet galten Frauen mit mutierten BRCA1- und BRCA2-Genen, die das Risiko von Brust- und Eierstockkrebs statistisch erhöhen. Die am Mittwoch im Fachblatt "The Lancet Oncology" veröffentlichte Studie kanadischer ForscherInnen widerlegt diese These.

Studie

Die WissenschafterInnen verglichen Daten von Patientinnen aus sechs Ländern in Nordamerika, Europa und Israel. Dabei handelte es sich um 3.200 Frauen mit mutierten BRCA1- und BRCA2-Genen. Die Hälfte von ihnen hatte Brustkrebs, die andere nicht. Ein Vergleich beider Gruppen zeigt, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass frühe Mammografien den Ausbruch von Krebs beschleunigten. Normalerweise wird Frauen geraten, ab dem Alter von 40 Jahren jährlich eine Röntgenuntersuchung der Brust vornehmen zu lassen. Frauen mit mutierten BRCA1- und BRCA2-Genen wird dies dagegen schon ab dem 25. Lebensjahr empfohlen. (APA/AFP)

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