Amerikaner geht mit 100 in Pension

23. März 2006, 09:05
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"Ich bin etwas nervös, meinen Job aufzugeben", erklärte der Mann an seinem letzten Arbeitstag

Los Angeles - Nach mehr als 75 Jahren im Dienst einer Verkehrsgesellschaft hat Arthur Winston seinen Hut genommen. Seit Mittwoch, seinem 100. Geburtstag, ist er Pensionist. "Ich bin etwas nervös, meinen Job aufzugeben", sagte er an seinem letzten Arbeitstag. "Ich werde meine Kollegen vermissen."

Winston wurde im Bundesstaat Oklahoma geboren. Nach mehreren Dürren musste der Baumwollpflücker eine neue Arbeit suchen und übersiedelte nach Los Angeles. 1924 heuerte er bei der Pacific Electric Railway an. In seiner gesamten Dienstzeit hat Winston nur einen Tag gefehlt, das war 1988, als seine Frau im Alter von 65 Jahren starb.

Vor 30 Jahren hätte er schon in den Ruhestand gehen können, berichtete der Jubilar. Doch um seine Familie zu unterstützen habe er einfach weiter gemacht. In den letzten Jahrzehnten arbeitete er als Aufseher in der Instandhaltungsabteilung eines öffentlichen Busunternehmens. Jeden Morgen um 6.00 Uhr erschien er beim Busdepot, berührte mit den Fingerspitzen seine Zehen, um seine Einsatzbereitschaft zu demonstrieren, und sorgte für das fachgemäße Warten der Busflotte. In seiner völlig ungewohnten Freizeit will Winston nun vor allem seine kostenlose Fahrkarte nutzen und sich seine Stadt anschauen. "Ich werde bestimmt nicht zu Hause sitzen und Trübsal blasen." (APA)

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