Epson entwickelt OLED-Druckkopf

30. März 2006, 10:25
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Technologie ermöglicht schnellere und kompaktere Geräte

Epson ist es weltweit zum ersten Mal gelungen, einen Druckkopf zu entwerfen, der OLED-Technologie (Organische Licht emittierende Diode) als Lichtquelle nutzt. Der zusammen mit dem Chemie-Unternehmen Sumito Chemical entwickelte Prototyp soll Unternehmensangaben zufolge Resultate liefern, die denen herkömmlicher Laserdrucke gleichwertig oder sogar überlegen sind. Vorteile erwartet sich der Druckerhersteller in der Produktion möglichst kompakter und schneller Geräte, die vom Einsatz der neuen Technologie profitieren sollen.

"Gegenüber herkömmlichen Technologien wie Laser oder LED zeichnet sich der Einsatz von OLED vor allem dadurch aus, dass die Lichtquelle sehr klein gebaut werden kann. Durch die starke Leuchtfähigkeit sind wiederum kürzere Belichtungszeiten möglich und erlauben den Aufbau einer ganzen Druckzeile, was zu einer höheren Druckgeschwindigkeit führt", erklärt der bei Epson für Technologie-Kommunikation zuständige Ottmar Korbmacher auf Anfrage von pressetext. Die kompakte Bauweise erlaube zudem größere Auflösungen, die besonders bei der Entwicklung von Farbdruckern eine große Rolle spiele, so Korbmacher weiter.

Laut Epson befindet sich der Druckkopf derzeit noch in einem Prototyp-Stadium und liefert bisher auch nur monochrome Ausdrucke. Über ein entsprechendes Prisma beziehungsweise davor geschaltete TFTs könnte das Druckbild künftig allerdings in unterschiedlich farbige Druckbilder zerlegt werden, um einen Farbdruck zu erhalten. Korbmacher zufolge stellt diese Weiterentwicklung allerdings nur einen von mehreren möglichen zukünftigen Wegen dar. Wann der neue OLED-Druckknopf erstmals für die Serienproduktion freigegeben werden kann, steht noch nicht fest. "Ebenso wichtig wie die technologische Entwicklung sind Lösungen zur kostengünstigen Herstellung der Köpfe. Mit dem von Epson entwickelten OLED-Druckverfahren bietet sich hier aber eine vielversprechende Möglichkeit für noch preisgünstigere und leistungsfähigere Drucker an", meint Korbmacher.

Jenes Druckverfahren, das den Aufdruck flüssiger Polymere in kleinsten Tropfen auf die Trägerfolie erlaubt, kam bisher bei der Herstellung von großflächigen OLED-Bildschirmen zum Einsatz. Diese sollen Epson zufolge ab 2007 den Markt erobern. Bei OLED handelt es sich um organische Leuchtdioden aus Polymerketten, die leuchten, wenn Strom durch sie fließt. Damit können räumlich scharf abgegrenzte Lichtquellen geschaffen werden, die sehr gleichmäßiges und helles Licht abgeben.(pte)

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