Berlusconi: "Natürliche Ehe muss geschützt werden"

22. März 2006, 15:07
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Ministerpräsident gegen Gesetze, welche die Ehe "schwächen könnten"

Rom - Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hat sich gegen Homo-Ehen ausgesprochen. Sein Mitte-Rechts-Block bemühe sich seit jeher, die Familie zu verteidigen, die sich auf die Ehe stützt, sagte der italienische Regierungschef in einem TV-Interview.

Seiner Ansicht nach genügen die geltenden Regeln, um unverheirateten Paaren rechtlichen Schutz zu sichern. "Man braucht kein weiteres Gesetz, das die Ehe schwächen könnte, man kann die so genannten wilden Paare dank einer Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuches schützen", betonte Berlusconi.

"Auch das Zusammenleben gleichgeschlechtlicher Paare kann legalisiert werden, man darf aber nicht von Ehe sprechen, weil die natürliche Familie geschützt werden muss", erklärte der Ministerpräsident. Damit ging er zur Opposition um Romano Prodi auf Distanz, die einen "Zivilen Solidaritätspakt" zur Regelung des Zusammenlebens unverheirateter und gleichgeschlechtlicher Paare einführen will. Dagegen hatte sich am Montag der Präsident der Italienischen Bischofskonferenz (CEI), Kardinal Camillo Ruini, ausgesprochen. (APA)

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