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Innenminister ausgewechselt
Der vor zwei Wochen neuernannte Innenminister Felipe Vega sagte in Quito, das Militär werde die Straßen nach und nach freimachen. Durch deren seit zehn Tagen andauernde Blockierung drohten Engpässe bei der Nahrungsmittelversorgung mehrerer Städte. Der Minister dementierte einen Bericht der kolumbianischen Wochenzeitung Semana, wonach Teile der Streitkräfte Palacios Sturz betrieben. In den letzten sechs Jahren schied kein ecuadorianischer Präsident freiwillig aus dem Amt.
CONAIE fordert Volksabstimmung
Zuvor hatte sich Vega zur Forderung der Konföderation Indigener Nationalitäten Ecuadors (CONAIE) nach einem Volksentscheid über das Freihandelsabkommen mit den USA geäußert. Für die Abhaltung einer Volksabstimmung sind laut ecuadorianischer Verfassung die Unterschriften von acht Prozent der Wahlberechtigten erforderlich - die CONAIE braucht also 656.000 Unterstützungserklärungen.
Nach Angaben von CONAIE-Chef Luis Macas gab es bei den Protesten bisher 30 Verletzte; etwa hundert Menschen wurden festgenommen.
Ölstreik mit Gewalt beendet
Vor zwei Wochen hatte die Regierung in Quito mit der Verhängung des Ausnahmezustands im Amazonasbecken auf dortige Streiks der Ölarbeiter reagiert, die höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen fordern (derStandard.at berichtete).
Die Proteste richten sich auch gegen die Präsenz des US-Ölkonzerns Oxy in dem Andenstaat. Ecuador ist Lateinamerikas fünftgrößter Erdölproduzent. Die Wirtschaft des südamerikanischen Landes ist stark vom Öl abhängig, dem wichtigsten Exportprodukt. Der Streik der Ölarbeiter fiel mit einem Generalstreik gegen die Regierung zusammen. (APA)
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versammlungs- und meinungsFREIheit als wesenszüge der demokratie werden eingeschränkt, damit das FREIhandelsabkommen kommen kann.
freiheit nach us-verständnis hat eben verschiedene wertigkeiten. freiheit (der konzerne) und demokratie marschieren nur solange im doppelpack, solange letztere sich nicht gegen erstere richtet. in dem fall ist dann auch eine diktatur ganz o.k.
dieses system wird aufgrund seiner widersprüchlichkeit irgendwann von selbst zugrunde gehen.
Mit Parolen allein wird man weder die Wirtschafts noch die Militärmacht USA so richtig erschrecken.
Und da es unter Armen immer eine Hälfte gibt die sich dazu kaufen lässt auf die andee Hälfte zu schiessen, wird´s wohl mit einem starken politischen Zusammenschluss in dieser Region auch nix.
ZB hat Venezuelas Chavez dem Argentinischen Kirchner ein riesen Darlehen gewährt und Argentinien konnte alle Schulden bei Weltbank und Weltwährungsfond Ende voriges Jahr auf einen Schlag zurück zahlen. Es entkam damit dem Diktat der WB und IWF, die ja meistens amerikanische Interessen erpressen!
Viele LA-Staaten wollen sich lieber im Merco-Sur zusammenschließen und nicht im von den USA angestrebten und dominierten Freihandelsabkommen. Voriges Jahr bei einem diesbezüglichen Gipfel in Argentinien war Bush eher gemieden, lediglich (wen wunderts) Mexicos Fox (die sind ja schon drin in der NAFTA, mit desaströsen Folgen), der Kolumbianische Uribe und eben Ecuador hielten zu Bush, alle andern wollen den Merco-Sur.
Du hast recht, die lassen sich wirklich nicht lumpen.
Woessmann geht sogar in Ecuador mit Lukaschenko hausieren und Sully ergötzt sich an Julia Timoschenko. (Angeblich soll sie viel schöner sein als Papa Luki :-). Naja, was weiß ein Fremder?
Aber bitte, stelle den Quasi nicht in eine Reihe mit den Obgenannten. Das hat er nicht verdient. Er ist nämlich weder aalglatt noch zynisch.
die machen nicht viel anderes, als Ihr so innigst verehrter präsident Lukaschenka.
aber keine sorge: wenn jemand hier (wie bei Lukaschenka) flammende verteidigungsreden für Vega und Palacios bzw. deren maßnahmen führen sollte, bin ich zur stelle, um dergleichen verehrung zu kritisieren.
falls Sie es nicht mitbekommen haben, ich habe im "weißrußland-forum" auch erst auf die blinde Lukaschenka-verehrung mancher poster reagiert.
so werde ich das auch hier halten. also wenn Sie oder ihresgleichen wieder autoritäre maßnahmen oder finstere autokraten bejubeln, werden Sie sehen, "wo ich bin" ;o)
ansonsten nehme ich solche meldungen - wie in den printmedien auch - zur kenntnis und denke mir mein teil .....
.... der so genannten "freien Wirtschaft" nach amerikanischem Muster. Alles für die Privilegierten, nichts für das Volk! Die nächste Revolution kommt bestimmt! Der (Ausbeutungs-)Hinterhof der USA wird sich langsam seiner Macht bewusst und beansprucht die Rechte, die bislang verweigert werden. Eine US-dominierte und beeinflußte Oligarchie wird bald abdanken müssen und die USA werden wieder einen "Terror-Staat" mehr zu beklagen haben!
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