Stohl, Aigner in Katalonien mit dabei

23. März 2006, 16:07
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Wiener OMV-Pilot trainiert nach Horrorcrash unter Schmerzen - Red Bull setzt wieder zwei Boliden ein

Salou/Tarragona - Die Rallye-WM kehrt nach dem Mexiko-Abstecher auf europäischen Boden zurück, in Katalonien steht von Freitag bis Sonntag auf 16 Sonderprüfungen der erste reine Asphaltlauf der Saison auf dem Programm. Österreich ist durch Manfred Stohl (Peugeot 307) und Andreas Aigner (Skoda Fabia) vertreten, der Wiener Stohl geht nach seinem Testunfall gehandicapt in die vierte Rallye des Jahres in den Bergen rund um Tarragona mit Ausgangspunkt Salou.

Manfred Stohl/Ilka Minor, die am Montag bei einem Horrorcrash mit Prellungen davonkamen, haben am Dienstag unter Schmerzen das offizielle Training absolviert. Bozian Racing war damit beschäftigt, das Ersatzauto des OMV Peugeot Norway WRT, das in Spanien nur einen Boliden an den Start bringt, bis zum Beginn der Rallye aufzubauen. Stohl liegt auf Rang drei der Fahrer-WM, dieses Mal geht es für den Österreicher ausschließlich um Punkte für diese Wertung, da das Team im Dezember für diesen Lauf nicht für die Manufacturer-2-Wertung genannt hat.

Das Red Bull Skoda Team greift nach dem Mexiko-Verzicht wieder ins Geschehen ein, Aigner bestreitet nach Platz 13 in Monte Carlo und dem Ausfall in Schweden seinen dritten WM-Lauf in der Rallye-Königsklasse. "Für mich heißt es, wieder fehlerlos zu fahren und mit einer guten Leistung ins Ziel zu kommen. Jeder gefahrene Kilometer hilft mir weiter, denn die nächste Rallye auf Korsika ist wieder auf Asphalt", sagte der Steirer, der auf den Deutschen Timo Gottschalk als Co-Piloten vertraut.

Das zweite RB-Fahrzeug steuert der Franzose Gilles Panizzi, der diese Rallye 2002 und 2003 gewonnen hat. "Ich bin voll motiviert, aber natürlich ist in Spanien Sebastien Loeb das Maß aller Dinge. Ich will aber mit einem guten Setup schnelle Zeiten fahren." Die Streckenführung der Katalonien-Rallye hat sich in den vergangenen Jahren mehrmals geändert, gegenüber dem Vorjahr ist der WM-Lauf zudem vom Spätherbst in den kühleren frühen Frühling verlegt worden.

Doppel-Weltmeister Loeb (Citroen Xsara) hat nach zwei Erfolgen des finnischen Ford-Focus-Piloten Marcus Grönholm die Mexiko-Rallye vor dem Norweger Petter Solberg (Subaru Impreza) für sich entschieden und die Führung in der WM übernommen. "Ich will aufs Podium, idealerweise mit Marcus und Sebastien hinter mir", hofft Solberg auf einen guten Auftritt an der Costa Daurada.

Und Grönholm will ebenfalls kräftig mitmischen: "Die nächsten zwei Rallyes sind sehr wichtig für mich. Ich habe in Mexiko einen Fehler und nur einen Punkt gemacht. Ich brauche einen Sieg, um eine starke Position in der Meisterschaft zu behaupten", weiß der 38-Jährige.(APA)

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