Munch-Raub: Prozess in entscheidender Phase

22. März 2006, 17:15
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Plädoyers der Verteidiger - Kläger forderten am Montag bis zu elf Jahren Haft - Urteil wird in einigen Wochen erwartet

Oslo - Mit den Plädoyers der Verteidiger ist der Prozess um den Raub der weltberühmten Bilder "Der Schrei" und "Madonna" von Edvard Munch (1863-1944) am Mittwoch in Oslo in eine entscheidende Phase getreten. Die Verteidigerin von einem der sechs angeklagten Norweger argumentierte, es gebe keine Beweise, dass ihr Klient an der Planung und an dem Raub selbst beteiligt gewesen sei.

Tags zuvor hatte die Anklage Haftstrafen zwischen drei und elf Jahren gefordert. Die Plädoyers der Verteidiger sollten an diesem Freitag beendet sein, sagte ein Gerichtssprecher. Das Urteil wird in einigen Wochen erwartet.

Die beiden als unverkäuflich geltenden Munch-Bilder mit einem Schätzwert von 700 Millionen Kronen (86 Millionen Euro) waren am 22. August 2004 von maskierten und bewaffneten Männern aus dem Osloer Munch-Museum gestohlen worden. Die Werke sind weiter verschwunden. (APA/dpa)

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