Ultraorthodoxe Rabbiner erklären sich solidarisch mit Hamas

22. März 2006, 12:07
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Solidaritätsbesuch im Palästinenserparlament in Ramallah

Ramallah - Eine Gruppe ultraorthodoxer Rabbiner hat am Dienstag das von der Hamas dominierte palästinensische Parlament in Ramallah besucht und sich mit der radikalislamischen Gruppe solidarisch erklärt. "Wir sind wahre Juden, die heute ins palästinensische Parlament gekommen sind, um unsere Verbundenheit mit der neuen Hamas-Regierung zu bekunden", sagte ein Sprecher der anti-zionistischen Bewegung "Neturei Karta" (Stadtwächter).

Die Delegation von 14 Rabbinern, unter ihnen der 70-jährige Moshe Hirsh, war in traditioneller Aufmachung mit schwarzen Hüten und Schläfenlocken in das Parlament gekommen, wo sie während der Sitzung von Parlamentspräsident Aziz Dweik begrüßt wurden.

"Neturei Karta" ist eine radikale anti-zionistische Splittergruppe, die die Staatsgründung Israels als gotteslästerlichen Akt ansieht. Etwa 400 Familien der Bewegung wohnen in einem ultraorthodoxen Viertel in Jerusalem. Die Gruppe hat außerdem Anhänger in den USA und in Großbritannien. Hirsh war vor seinem Tod im November 2004 ein Berater von Präsident Yasser Arafat. Die Hamas propagiert in ihrer Satzung die Zerstörung Israels. (APA)

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