Rekordzahl bei Strafgefangenen: 6.073 Personen

22. März 2006, 19:20
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"Presse": Gastinger verweist auf "konstant hohen Ausländeranteil"

Wien - Gefängnis-Rekord in Österreich: 6.073 Strafgefangene waren mit Stichtag 1. März eingesperrt, mehr als je zuvor. Das berichtete die Tageszeitung "Die Presse" in ihrer Mittwoch-Ausgabe. Die 6.000-Personen-Grenze wurde Anfang Februar gesprengt, als 6.044 Gefangene gezählt wurden.

Auch der Gesamtstand der Insassen - Untersuchungshäftlinge eingeschlossen - bewegte sich dem Bericht zufolge in rekordverdächtigen Höhen: Im März wurde die "Schallmauer" von 9.000 Häftlingen durchbrochen. Dies war erst zwei Mal der Fall: im Dezember 2004 und im März 2005.

Höhere Aufklärungsquote

"Wir hatten zuletzt hohe Zahlen bei den U-Häftlingen, viele sind mittlerweile verurteilt worden und in Strafhaft gewandert", sagte Justizministerin Karin Gastinger (B) gegenüber der "Presse". Auch das Steigen der polizeilichen Aufklärungsquote passe ins Bild.

Auf die Frage nach den Ursachen derart hoher Zahlen erklärte Gastinger: "Wir haben bei den Strafgefangenen einen konstant hohen Ausländeranteil von 44 oder 45 Prozent. Das ist ein Phänomen, mit dem wir im reichen Westen gegeißelt werden." (APA)

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