Zugang zu sauberem Wasser "ein Grundrecht aller Menschen"

22. März 2006, 17:33
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Weltwasserforum in Mexico-City schließt mit Aufruf - Wasser ist mehr als bloß ein Wirtschaftsgut

Mexiko-Stadt - Der Weltwasserrat hat zum Abschluss des IV. Weltwasserforums in Mexiko-Stadt dazu aufgerufen, den Zugang zu sauberem Wasser als ein Grundrecht aller Menschen anzuerkennen. Ratspräsident Loic Fauchon wandte sich dabei an die Minister von mehr als 120 Staaten, die seit Dienstag an einer Erklärung über die Zukunft der weltweiten Wasserversorgung arbeiteten.

Weltweit fehle mehr als einer Milliarde Menschen der Zugang zu sauberem Trinkwasser, sagte UN-Generalsekretär Kofi Annan anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Gedenktages.

Kein bloßes Wirtschaftsgut

Das seit dem vergangenen Donnerstag in Mexiko-Stadt tagende Weltwasserforum wurde vor allem von der Frage bestimmt, ob Wasser ein Wirtschaftsgut oder ob der Zugang zu der Ressource ein Grundrecht sei. Bolivien und Venezuela hatten am Wochenende damit gedroht, die Ministererklärung nicht zu unterzeichnen, wenn dort nicht eindeutig festgeschrieben sei, dass der Zugang zu sauberem Wasser ein Menschenrecht sei.

Der in Marseille beheimatete Weltwasserrat organisiert alle drei Jahre ein internationales Forum zum Thema Wasser. Die Foren, bei denen Politiker, Experten und Wissenschaftler nach Lösungen für die sich zuspitzenden Probleme der Wasserversorgung suchen, gelten derzeit als die wichtigsten Veranstaltungen zum Thema.

Auszeichnung

Den diesjährigen Wasserpreis der Stadt Stockholm erhält der aus Indien stammende Wissenschafter und Pädagoge Asit K. Biswas. Der 67-jährige Kanadier bekomme den mit 150.000 US-Dollar (124.000 Euro) dotierten Preis, weil er "zu einem kritischen Umdenken über Wege zur Verbesserung der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung sowie das Management der Wasserressourcen der Erde" angeregt habe, teilte das Stockholm International Water Institute (SIWI) mit. (APA/dpa)

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