Hundeführer wegen Misshandlung in Abu Ghraib schuldig gesprochen

24. März 2006, 16:56
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Michael Smith bedrohte Gefangene - Strafmaß steht noch nicht fest

Washington - Ein Hundeführer der US-Armee ist am Dienstag wegen der Misshandlung von Insassen des Militärgefängnisses Abu Ghraib im Irak schuldig gesprochen worden. Der 24 Jahre alte Unteroffizier Michael Smith soll in den Jahren 2003 und 2004 Gefangene des berüchtigten US-Militärgefängnisses in Bagdad mit seinem Hund eingeschüchtert und bedroht haben, damit sich diese vor Angst in die Hose machten.

Wie eine Armee-Sprecherin am Dienstag mitteilte, erwartet Smith eine Gefängnisstrafe von bis zu acht Jahren und neun Monaten. Die Fotos von wehrlosen Gefängnisinsassen, die mit Hunden bedroht wurden, hatten im Folter-Skandal um Abu Ghraib weltweit Empörung ausgelöst.

Das Verfahren fand in Fort Meade (US-Staat Maryland) statt. Dem Sender CNN zufolge sprachen ihn die Geschworenen in sechs der 13 Anklagepunkte schuldig. Das Strafmaß - möglicherweise mehr als acht Jahre Haft - sollte noch im Laufe des Dienstag festgesetzt werden. Die Verteidigung machte in dem Prozess geltend, dass Smith auf Anweisung gehandelt habe. (APA/Reuters/dpa)

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