Cappuccino-Preise in Innsbruck werden zum Wahlkampfthema

24. März 2006, 16:40
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Berlusconi: Prodi lügt über Preisunterschied

Rom - Bei dem TV-Duell gegen den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi hatte Oppositionschef Romano Prodi vor einer Woche Österreich als Vorbild für gelungene Preiskontrollen bei der Euro-Umstellung genannt. Berlusconi bestreitet nun diese Aussagen heftig. "Prodi lügt. Es gibt eine Studie eines unabhängigen Instituts, aus dem hervorgeht, dass die Preise in Innsbruck wesentlich höher als jene in Bozen sind", sagte Berlusconi in einem Interview mit dem italienischen TV-Sender Sky Tg24 am Dienstag.

Berlusconi zitierte einen von einer Zeitung veröffentlichten Brief, in dem ein Leser persönlich festgestellt habe, dass eine Tasse Kaffee und ein Cappuccino in Innsbruck wesentlich teurer als in Bozen seien. Berlusconi betonte, dies sei ein weiterer Beweis, dass Prodi Lügengeschichten verbreite.

Lob für billiges Österreich

Bei einem Wortgefecht über die großen Preissteigerungen in Italien nach der Euro-Einführung hatte Prodi vor einer Woche Österreich gelobt: "Wieso ist es denn möglich, dass in Innsbruck alles viel billiger ist als in Bozen, während früher die Österreicher nach Italien zum Einkaufen gekommen sind?"

"Vor der Euro-Einführung kosteten 18 von 72 kontrollierten Lebensmitteln mehr in Bozen als in Innsbruck und die Österreicher kauften in Italien ein. Jetzt kosten die Hälfte dieser Lebensmittel mehr in Bozen als in Innsbruck. Warum sind in Österreich die Preise nicht gestiegen und in Italien schon? Auf diese Frage muss die Regierung antworten. Die Italiener wissen genau, wer dafür verantwortlich ist", betonte Prodi. (APA)

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