Konferenz zur Biologischen Vielfalt

27. März 2006, 13:37
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Schutzgebiete gegen Artensterben - 40 Prozent der Hochsee sollen speziell kontrolliert werden

Curitiba/Wien - Auf der seit Montag tagenden UNO-Konferenz über Biologische Vielfalt (CBD) in Curibita in Südbrasilien wird die Einrichtung eines Netzwerks von Meeres-Schutzgebieten diskutiert. Ziel der Zusammenkunft mit mehr als 3.000 Delegierten aus knapp 200 Ländern ist es, das Artensterben bis 2010 "signifikant zu reduzieren".

Vom Meeresbiologen Callum Roberts von der Universität York in Großbritannien mit einem 40-köpfigen Forscherteam für die Umweltschutzorganisation Greenpeace erarbeitete Vorschläge wollen 40 Prozent der Hochsee so schnell wie möglich unter Schutz gestellt sehen. Die Hohe See gilt als weltweites Gemeingut und ist gleichzeitig der am wenigsten regulierte und kontrollierte Raum der Erde.

Entwurf enthält 29 Schutzgebiete

Der von Greenpeace vorgestellte Entwurf enthält 29 Schutzgebiete. Callum Roberts: "Um die Artenvielfalt im Meer zu schützen, haben wir uns auch auf sehr sensible Lebensräume wie die Tiefsee fokussiert. Diese werden augenblicklich durch die Grundschleppnetz-Fischerei unwiederbringlich zerstört. Bis Meeres-Schutzgebiete eingerichtet sind, müssen die Vereinten Nationen die Fischerei mit Grundschleppnetzen auf Hoher See unbedingt verbieten." In den Schutzgebieten wird industrielle Nutzung wie Fischerei, Öl- und Gasförderung sowie Sand- und Kies-Abbau verboten. (APA)

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