Skype unter der Lupe

3. Juli 2006, 14:48
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Forscher durchleuchten die VoIP-Software, Analysten warnen vor Sicherheitslücken, weisen aber auch auf mögliche Kosteneinsparungen hin

Skype ist eines der beliebtesten Programme zum Telefonieren über das Internet (Voice over IP). Und obwohl die Software von zahlreichen Privat-Usern und auch Unternehmen verwendet wird, ist relativ wenig über ihre Funktionsweise bekannt.

Genaue Analyse der Software

Die Forscher Philippe Biondi und Fabrice Desclaux haben nun die VoIP- und Instant- und Instant-Messaging-Software einer genauen Analyse unterzogen und stellen die Ergebnisse in Präsentation "Silver Needle in the Skype" vor. Darin wird die Organisation des Skype P2P-Netzes aber auch mögliche Angriffsszenarien beschrieben.

Skype-Hype

Auf Risiken, die durch den Einsatz von Skype entsehen können, weist auch die Burton Group in ihrer Untersuchung "Debunking the Hype About Skype" hin. Demnach seien Kosteneinsparungen und Kommunikation für Unternehmen durch den Einsatz der VoIP-Software durchaus möglich, allerdings können auch sensible Unternehmensinformationen und Sicherheitsbestimmungen gefährdet werden.

Sicherheit

Insbesondere wird kritisiert, dass Skype eine proprietäre Anwendung ist, die ihre Protokolle nicht offen legt. Skype könne aber auch eine Hintertür ins Unternehmensnetzwerk öffnen, außerdem ermögliche das Sicherheitskonzept von Skype keine strenge Authentifizierung.

Der Analyst Irwin Lazar rät daher: "Wenn das Risiko für das Unternehmen zu hoch ist, lassen Sie die Finger von Skype. Überwiegen die Vorteile gegenüber den Risiken, berücksichtigen Sie Skype als einen Teil Ihrer unternehmensweiten Kommunikationsstrategie". (red)

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    Das VoIP-Programm Skype wird kritisch durchleuchtet.

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