LCD-Monitore mit reißendem Absatz

29. März 2006, 10:20
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Panel-Preise für 17-Zoll-Geräte rutschen unter Herstellungsniveau

Der anhaltende Preiskampf hat auch im Schlussquartal 2005 wieder für einen Rekordabsatz bei LCD-Computer-Monitoren gesorgt. Nach Berechnungen der texanischen Marktforscher von DisplaySearch sind in den letzten drei Monaten des abgelaufenen Jahres weltweit 31,4 Mio. der Flachbildschirme über die Ladentische gegangen und damit um 48 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Dell

Branchenprimus Dell konnte seinen Anteil am LCD-Monitor-Markt auf 19,2 Prozent ausbauen. Dagegen musste der südkoreanische Rivale Samsung einen Rückgang auf 11,3 Prozent am Gesamtmarkt hinnehmen. Auf den weiteren Plätzen im weltweiten LCD-Monitorranking folgen übrigens HP (9,7 Prozent), Acer (8,6 Prozent) und LG (5,4 Prozent). Am besten verkauften sich bei den Computerbildschirmen die 17-Zoll-Modelle. Sie machten mit einem Anteil von 59 Prozent mehr als die Hälfte des Gesamtabsatzes aus.

Panel-Preise für 17-Zoll-Geräte rutschen unter Herstellungsniveau

Während Dell und Co. über die steigenden Absätze bei LCD-Monitoren jubeln können, hat der anhaltende Preiskampf vor allem bei den Panel-Herstellern Spuren hinterlassen. Laut den Branchenbeobachtern von WitsView sind die Panel-Preise für 17-Zoll-Monitore auf das Niveau der Herstellungskosten gerutscht. Bei chinesischen Panel-Produzenten übersteigen die Herstellungskosten sogar bereits die Verkaufspreise, berichtet das asiatische Branchenportal DigiTimes unter Berufung auf Branchenkreise.

133 Dollar

So ist der durchschnittliche Verkaufspreis für 17-Zoll-Panels im März laut WitsView um vier Dollar auf 133 Dollar gefallen. Mit einer Erholung der Preise in diesem Bereich sei auch in den kommenden Monaten nicht zu rechnen. Um die Bruttomargen wieder anzukurbeln, sollen die Panel-Hersteller sich deshalb Schritt für Schritt auf den 19-Zoll-Bereich und noch größere Formate verlegen, rät WitsView.

Preisrückgänge sind aber auch im TV- und Notebook-Panel-Bereich zu verbuchen. Als Hauptgründe dafür haben die Marktforscher die Bereinigung der Lagerbestände bei den Notebook-Panel-Herstellern sowie den allgemeinen Kapazitätsausbau der Branche ausgemacht. Bei den TV-Panels sagt WitsView etwa für das kommende Quartal vor allem im 37-Zoll-Bereich einen regelrechten Preiskampf voraus. In der zweiten Jahreshälfte soll dieses Segment dann folgerichtig seinen Anteil am Gesamtabsatz kräftig steigern. (pte)

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