Biometrie-Pässe sichern Mühlbauer Rekordumsätze

29. März 2006, 10:20
posten

Dividende angehoben - 2006 soll RFID für Wachstum sorgen

Die auf Technologielösungen für die Sicherheitsindustrie spezialisierte Mühlbauer AG hat 2005 von der zunehmenden Ausstattung mit Biometrie-Pässen profitiert und einen Rekordumsatz eingefahren. Auch in den kommenden Jahren setzt das Unternehmen auf das gestiegene Sicherheitsbedürfnis. So fordert die EU von ihren Mitgliedsländern die Einführung von elektronischen Reisepässen. Auch die Bundesrepublik, die bereits seit November 2005 Biometriepässe ausstellt, hat laut Mühlbauer noch Nachrüstungsbedarf. "Wir hoffen, dass wir auch 2006 und 2007 auf diesem Markt dabei sein werden", erklärt Mühlbauer-Sprecher Tilo Rosenberger im Gespräch mit pressetext.

Auch vom zunehmenden RFID-Boom will der Spezialist für Sicherheitslösungen im kommenden Jahr mitverdienen und sieht sich "bestens vorbereitet". "RFID ist für uns ein ganz großes Thema", sagt Rosenberger. Bereits jetzt seien die Geschäfte sehr gut angelaufen, meint der Firmensprecher und verweist auf den Future-Store der Metro-Gruppe sowie die Tickets für die Fußball-WM im Sommer. Mühlbauer produziert Maschinen, mit denen RFID-Labels bestückt werden können. Allerdings rechnet das Unternehmen auch bereits mit einer Verschärfung des Wettbewerbs und einem zunehmenden Preisdruck auf dem RFID-Markt.

Insgesamt konnte Mühlbauer im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg um 14,7 Prozent auf 148,1 Mio. Euro verbuchen. Das EBIT kletterte um 21,4 Prozent auf 33,1 Mio. Euro. Beim Ergebnis nach Steuern konnte das Unternehmen um 29 Prozent auf 23 Mio. Euro oder 1,59 Euro pro Aktie zulegen. Nun will das Unternehmen die Dividende um 50 Prozent auf 0,9 Euro pro Aktie aufstocken. Für die zukünftige Entwicklung sieht sich Mühlbauer gut gerüstet. Konkrete Prognosen wurden aber nicht bekannt gegeben.

Das Unternehmen setzt nach eigenen Angaben auf organisches Wachstum, ist aber auch kleineren Akquisitionen nicht abgeneigt. Konkrete Übernahmeziele gebe es aktuell nicht, so Rosenberger. "Wir schauen uns kleinere Unternehmen an, die zu uns passen." Interessant seien etwa Firmen im Bereich Smart-Labels, RFID oder im Bankensektor. Dabei hat Mühlbauer seine Fühler vor allem in Richtung Nordamerika ausgestreckt. "Die USA ist ein Thema", so Rosenberger gegenüber pressetext abschließend.(pte)

Share if you care.