28. März 2006, 20:01
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Der neue Generalgeschäftsführer der Verlagsgruppe News, Oliver Voigt, sieht das Medienunternehmen gut aufgestellt. Er zeigte sich Montagabend im Zigarrenclub mit den einzelnen Titeln zufrieden. Man sei jetzt am überlegen, "was man daraus machen kann". Geplant sind laut Voigt Relaunchs, Zusatzangebote wie etwa Buchserien sowie neue Magazine, darunter eine "Gala" für Österreich.

People-Zeitschrift starten "bevor es ein anderer tut"

Voigt zeigte sich mit der Verlagsgruppe sowie mit den einzelnen der insgesamt 14 Titel durchwegs zufrieden, hat für die nächste Zukunft dennoch einige Pläne, darunter eine People-Zeitschrift, die er starten will "bevor es ein anderer tut". Konkret schwebt dem bald 40-Jährigen ein Blatt nach dem Vorbild des deutschen Leute-Magazins "Gala" vor, das ein- oder zweiwöchentlich erscheinen soll. Das wäre für Österreich "die richtige Zeitschrift"."Riesig im Rennen" sieht er derzeit auch Wissenschaftsmagazine im Geschichtssegment. "Ein 'News-History' ist allemal drinnen", formulierte Voigt seine Vorstellungen "für die nächsten zwei bis drei Jahre".

Neuerungen bei "Woman"

Einige Neuerungen kündigte er für die Frauenzeitschrift "Woman" an. Zum einen sei die Erweiterung des Kreises der jungen Leserinnen geplant und zum anderen arbeite man an neuen Heftteilen wie etwa "Woman Living", "Woman Cuisine" und "Woman Luxury". Weiters geplant seien ein Online-Forum sowie Audio-Books. Man wolle "Woman" zu einer "Frauenmarke in Österreich" machen, sagte Voigt. Mit der Weiterentwicklung des Heftes durch "mehr Service und mehr Qualität" rechnet er "allemal" mit zusätzlichen Verkäufen von 15.000 bis 18.000 Stück.

Das Wirtschaftsmagazin "Format" bezeichnete Voigt als einen der "Bestperformer" des Verlags. Im Bereich der Wirtschaftspublikationen schweben Voigt Zusatzangebote wie Seminare und Lesungen vor. Für das Nachrichtenmagazin "Profil" seien wiederum Buchserien in Diskussion. Personell kündigte Voigt für das "News" demnächst "überraschende" Neuzugänge im "Kopfbereich" an, an der Basis will er "die Scheunentore aufmachen", denn "wir brauchen neues Blut und neue Energien".

Auf die neue Fellner-Tageszeitung ging der Oberboss der News-Verlagsgruppe nur am Rande ein. Er sehe "das Match bei den Zeitungen im Boulevardbereich", sagte Voigt, der "das, was das kommt, durchaus ernst nimmt" für das eigene Unternehmen aber weniger Leser-Einbußen befürchtet. Die Fellner-Zeitung "kostet uns Wachstum", schlussendlich aber "konkurrieren Zeitungen mit Zeitungen", zeigt er sich eher gelassen. (APA)

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    foto: g+j
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