Wiki-Erfinder: "Kein Endanwender will Programmierer sein"

29. März 2006, 10:23
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Ward Cunningham spricht über die Herausforderungen der Zukunft und die rosigen Zeiten für Open Source

Als der Wiki-Erfinder und nunmehrige Chef der Eclipse Foundation Ward Cunningham im vergangenen Jahr Microsoft verließ - der WebStandard berichtete - häuften sich die Spekulationen um seine weiteren Pläne und neue Innovationen. Nun hat sich Cunningham im Rahmen der EclipseCon 2006 zu den Herausforderungen der Zukunft und die rosigen Zeiten für Open Source geäußert.

"Kein Enduser will Programmierer sein"

Nach Ansicht von Cunningham wird Open Source-Software weiter wachsen und Früchte tragen, da es "nicht nur Kosteneinsparungen, sondern auch Innovation für die AnwenderInnen bedeutet". Doch sieht Cunningham Verbesserungspotenzial: "Kein Enduser will Programmierer sein. Er will einfach seine Arbeiten erledigen können. Aber mehr und mehr Menschen mit immer bessere und mächtigeren Tools und Sprachen werden zusammen immer bessere Systeme erschaffen", zeigt sich Cunningham zuversichtlich.

Zusammenentwickeln

Die Community und das collaborative Entwickeln sei es auch, was in nächster Zeit immer wichtiger werden und damit der Open Source-Software neue Impulse und mehr Verbreitung bringen würde. "Ich glaube, dass Software wie Wiki funktionieren sollte - als eine Zusammenarbeit. Wenn Leute Schwachstellen sehen, dann sollen sie diese besser machen können."

Eclipse

Als Beispiel für seinen Ansatz nennt Cunningham dann auch noch sein Eclipse-Projekt. "Eclipse ist ein gutes Beispiel für die Vorzüge einer solchen Methodologie. Wir haben ein kleines bisschen Technologie, ein kleines Stück Methodologie und eine kleine Community. Ich kann die Entwicklung kleiner Produkte beeinflussen. Die großen Dinge bei Eclipse kommen dann aus diesen kleinen Projekten".(red)

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