Hamas-Politiker: Es geht auch ohne EU-Gelder

24. März 2006, 14:50
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Razeq: Sperre von EU-Geldern ohne katastrophale Folgen - Iranische Hilfe kein Problem

Hamburg - Die Palästinenser kommen nach Ansicht ihres designierten Finanzministers Omar Abdel Razeq im Zweifelsfall auch ohne die massiven Finanzhilfen aus Europa aus. Die Sperrung der EU-Gelder würde "ernsthafte, aber keine katastrophalen Folgen haben", sagte der 47-jährige Wirtschaftswissenschafter der "Financial Times Deutschland" (Dienstag). "Wir können auch ohne sie überleben."

Die neue Hamas-Regierung habe andere Quellen, darunter die arabischen Staaten. Auch sei er bereit, vom Iran Hilfe anzunehmen. "Ich sehe darin kein Problem, wenn es nicht an Bedingungen geknüpft ist", sagte der bisherige Universitätsprofessor, der im US-Staat Iowa studiert hat. Die Hamas trotzt der Forderung der EU, Israel anzuerkennen und der Gewalt abzuschwören, wenn Brüssel nach dem Sieg der Hamas bei den Parlamentswahlen Ende Jänner weiterzahlen soll. Die Union war bisher mit 500 Millionen Euro jährlich der mit Abstand wichtigste Geldgeber der Palästinensischen Autonomiebehörde. (APA/dpa)

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