Austria-Einspruch abgewiesen

24. März 2006, 09:28
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Bundesliga-Strafsenat beglaubigte 3:0-Sieg von Salzburg gegen die Wiener - Die zweite Gelbe von Linz gestrichen

Wien - Der Einspruch von Austria Wien gegen die Wertung der 0:3-Niederlage in der Fußball-Bundesliga bei Verfolger Salzburg ist am Montag vom Strafsenat abgelehnt und das Resultat beglaubigt worden. Neben dieser Einstellung des Verfahrens wurde aber auch die zweite Gelbe Karte gegen Roland Linz mangels an Beweisen gestrichen. Der Austria-Stürmer ist damit beim ernteuten Aufeinandertreffen der beiden Teams am Sonntag einsatzberechtigt.

Austria-Manager Markus Kraetschmer gab sich mit diesem Urteil zufrieden. "Wir haben das akzeptiert, denn es ist für uns ein Teilerfolg. Ein Protest hätte nur einen Gegenprotest nach sich gezogen, das hätte sich sehr lange gezogen." Linz war nach einer gelben Karten wegen Fouls nach 28 Minuten von Schiedsrichter Drabek wegen Tragens eines Armbandes mit Gelb-Rot vom Feld geschickt worden.

Die Austria hatte vor ihrer Entscheidung für einen Einspruch sowohl Linz, der während der Begrüßung von Drabek aufmerksam gemacht worden war, sein Band zu entfernen, als auch Trainer Frenkie Schinkels zu den Vorgängen eingehend befragt. "Er hat mir zwei Münzen und ein Red Bull-Gummiband übergeben", sagte Schinkels zu der entscheidenden Szene.

"Kasperltheater"

Schinkels sprach in Zusammenhang mit der Drabek-Entscheidung von einem "Kasperltheater". Der Schiedsrichter zähle zu den Besten im Land, doch durch den Ausschluss wäre die Partie fast gelaufen gewesen. "Ich bin traurig und bedrückt, dass wir das Spiel nicht mit elf Mann beenden konnten", meinte Schinkels, der sich auch über seinen Kollegen Kurt Jara ärgerte. "Die Aussage von ihm, dass wir nur mit Ausländern spielen, hat weh getan. Das war unter der Gürtellinie und hätte ich von ihm nicht erwartet. Das will ich von ihm nicht lernen." (APA/red)

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