Es ist vorbei und es war gut

22. Juli 2006, 13:39
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Die ÖSV-Saisonbilanz glänzt und funkelt, Me­daillen- wie Kugelbi­lan­zen fallen ausge­zeichnet aus, besonders erfolg­reich: das Frauen-Team

Aare - Insgesamt 86 Podestplätze (39 bei den Herren, 47 bei den Damen) - eine Bilanz für den ÖSV, die sich sehen lassen kann. Die Damen blicken mit sechs Olympia-Medaillen (2 Gold/2 Silber/2 Bronze) sowie 11 Siegen, 16 zweiten und 20 dritten Plätzen in 36 Weltcup-Bewerben auf die erfolgreichste Saison aller Zeiten zurück: "47 Podestplätze sind ein neuer Rekord", freute sich Cheftrainer Herbert Mandl. Und gegenüber dem vergangenen Jahr (13/8/6) eine deutliche Steigerung.

Erfolgreichste Läuferin war Michaela Dorfmeister mit vier ersten Plätzen und Rang drei in der Gesamtweltcupwertung. Mandl: "Das einzige was fehlte, war, dass wir in keiner technischen Disziplin um die Kugel mitgekämpft haben. Aber wir müssen ja auch noch Ziele haben für das nächste Jahr." Für den Gesamtweltcup sieht der Chef auch 2006/07 die Zeit noch nicht für gekommen.

System funktioniert

Bei den Herren stehen 8 Olympiamedaillen (2 Gold/3 Silber/3 Bronze) sowie 39 Podestplätze im Weltcup (18/10/11) auf der Erfolgsliste. Zum Vergleich: in der Saison 2003/2004 waren es 56 (14/20/22), im Winter 2004/2005 54 (19/14/21).

"Wir waren die ganze Saison über und beim Großereignis stark. Das zeigt, dass das gesamte System funktioniert, die Mannschaft, die Trainer. Und der Benni hat den Gesamtweltcup, da hat er drei Jahre lang darauf hin gearbeitet", freute sich Cheftrainer Toni Giger.

Genugtuung auch über die starken Leistungen bei den Heim-Weltcups in Kitzbühel (Abfahrt an Michael Walchhofer, Super G an Hermann Maier, Kombination an Benjamin Raich) und Schladming (Raich Slalom-Dritter): "Das sind für uns auch immer Saisonhöhepunkte. Und dann war da natürlich der Slalom-Dreifacherfolg bei Olympia."

Viele Verletzte

Großer Wermutstropfen ist die lange Verletztenliste: "Wir haben elf Verletzte, das ist sehr, sehr viel, ein Viertel der Mannschaft. Das wird auch für den Betreuerstab eine Herausforderung sein." Nicht ganz so schlimm wie zunächst befürchtet ist die Verletzung von Klaus Kröll, der in der Abfahrt in Aare schwer gestürzt ist. "Das Kreuzband ist nicht gerissen, drei Monate wird es aber dauern, bis er wieder etwas machen kann."

Das Ziel für die kommende Saison ist wieder der Gewinn des Gesamtweltcups. "Das ist für uns das wichtigste, das ist auch immer die Vorgabe. Und Goldmedaillen bei Großereignissen." Im Februar 2007 stehen ja die Weltmeisterschaften in Aare auf dem Programm. (APA/red)

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