Atkins-Diät für Krankheitsfall verantwortlich gemacht

27. März 2006, 13:27
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Fall einer 40-jährigen Ketoazidose-Patientin in "The Lancet" beschrieben - Ärzte warnen vor Diäten, die auf Reduktion von Kohlehydraten beruhen

New York - Das Einhalten einer Diät, die wie die Aktkins-Diät auf der Reduzierung von Kohlehydraten beruht, kann zu ernsten Gesundheitsproblemen führen. Wissenschafter der New York School of Medicine beschreiben in "The Lancet" den Fall einer 40jährigen Frau, die während einer Atkins-Diät eine ernste Erkrankung des Blutes erlitt. Die Mediziner schreiben, dass derartige Diäten weit davon entfernt seien gesund zu sein. Ein Sprecher der Atkins Foundation erklärte laut BBC, dass diese Diät keine derartigen Gesundheitsprobleme hervorrufen könne.

Die von den New Yorker Ärzten behandelte Frau war fettleibig. Sie befolgte die Vorgaben der Aktins-Diät sehr strikt, um eine Verringerung des Gewichts zu erreichen und hatte alle empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen wie die Einnahme von Vitaminen und anderen Nahrungsergänzungsmitteln eingehalten. Die Patientin wurde an einem Freitagabend im Februar 2004 in die Notaufnahme des Lennox Hill Hospital eingeliefert, nachdem sie immer kurzatmiger geworden war. Vor der Aufnahme hatte die Frau den Appetit verloren, und es war ihr derart übel, dass sie sich vier bis sechs Mal am Tag übergeben musste.

Tests bestätigten, dass die Patientin an einer Ketoazidose litt. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die aufritt, wenn gefährliche Ketonwerte im Blut erreicht werden. Diese Ketone werden in der Leber gebildet, wenn die Insulinwerte aufgrund von Hungern oder Diabetes fallen. Im konkreten Fall wurde hauptsächlich die Aktins-Diät für die Erkrankung verantwortlich gemacht. (pte)

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