Neue Hepatologie - Alzheimer-Auslöser entdeckt

26. März 2006, 21:12
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Neue Hepatologie

Graz avanciert zum internationalen Forschungszentrum für Lebererkrankungen. Der neu eingerichteten Lehrstuhl an der Med Uni Graz wird ab sofort vom 42-jährigen Linzer Gastroenterologen Michael Trauner besetzt. Trauner, der als Erwin-Schrödinger-Stipendiat einen dreijährigen Forschungsaufenthalt am Liver Center der Yale University absolvierte, gilt als Spezialist für Gallenwegs- und Lebererkrankungen und hat sich in Graz eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe für experimentelle und molekulare Hepatologie aufgebaut. "Die Wechselwirkung zwischen Grundlagenforschung und Klinik ist ein Schwerpunkt unserer Forschung, wir untersuchen die Krankheitsentstehung, um daraus neue Therapiekonzepte abzuleiten", sagt er in seiner Antrittsvorlesung letzte Woche in Graz und meinte dies durchaus programmatisch.

Alzheimer-Auslöser entdeckt

Es ist immer gut, die Wurzel des Übels zu kennen. Das Kürzel Aß*56 wird man sich als Auslöser der Alzheimer-Krank- heit merken müssen, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature. Denn Forscher der Universität Minnesota sind auf einer heißen Spur. Dass das Protein Amyloid-b das menschliche Hirn verklumpt und zu Demenz führt, war bekannt. Dass es Cluster aus zwölf Proteinen sind, die dann außerhalb der Gehirnzellen auftauchen, wenn die ersten Anzeichen von Gedächtnisstörungen auftreten, ist eine neue Erkenntnis. Die unter dem Kürzel Aß*56 bezeichneten Knoten könnten für die Früherkennung der Krankheit entscheidend sein. Zukünftige Medikamente oder Impfungen könnten die Formierung solcher Clusters verhindern und dadurch den Krankheitsverlauf beeinflussen. Alzheimer galt bisher als schwer zu diagnostizieren und als unheilbar. Laut Schätzungen leiden weltweit rund 18 Millionen Menschen an dieser Form der Demenz. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20. 3. 2006)

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