Hauptsache Hautsache im Frühling

29. März 2006, 14:46
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"Das ist zum aus der Haut fahren" – der Ausspruch ist wohl vielen schon über die Lippen gekommen - Für wohliges Hautgefühl im Frühling sorgt die richtige Pflege

Unsere Haut ist ein Multitalent. Ober-, Leder- und Unterhaut, daraus besteht das oft unterschätzte menschliche Organ, dessen Funktionen und Aufgaben weitgehend unbemerkt den menschlichen Körper schützen. Neben ihrer Funktion als Sinnesorgan schützt uns die Haut vor Kälte, Hitze und anderen Umwelteinflüssen und wirkt als Schutzschild gegen Krankheitserreger und Sonneneinstrahlung. Sie speichert aber auch Wasser und Nährstoffe und scheidet Abfallprodukte des Stoffwechsels aus. Andererseits kann sie auch vieles aufnehmen, zum Beispiel Medikamente.

Pflege für die menschliche Hülle

Da uns die Haut durch alle Jahreszeiten hindurch als Schutzhülle unseres Körpers begleitet, bedarf sie, abgesehen vom Schutz durch Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor für das Sonnenbad im Sommer, guter Pflege. Tiefe Außentemperaturen und die Heizungsluft in Innenräumen entziehen der Haut Feuchtigkeit. Auch der Übergang von der kalten Jahreszeit in den Frühling verlangt der Haut aber einiges ab.

Frühlingsgefühle für die Haut

Im Rahmen des Schwerpunktes "Jahr der Haut" gibt das NÖ Hilfswerk einige Tipps, die der Haut gut tun: Der nun schneller werdende Stoffwechsel bewirkt häufig eine stärkere Schuppung der Haut, ideal für Peelings oder auch Pflegecremes mit Fruchtsäure, die ein- bis zweimal pro Woche abends angewandt werden können. Da die Haut im Frühling nicht mehr so viel Öl benötigt wie im Winter, wird es langsam Zeit, sich von sehr reichhaltigen Cremes für den Tag zu verabschieden – diese sollten nun nur noch abends Verwendung finden.

Für mehr Feuchtigkeit sorgen Ampullenkuren oder öfter als sonst aufgetragene feuchtigkeitsspendende Masken. Gesichtsmassagen regen die Durchblutung an und sorgen für eine bessere Versorgung mit Nährstoffen - Nährstoffe, die letztendlich auch zum Schutz vor der stärker werdenden UV-Strahlung dienen. Beim Baden oder Duschen helfen rückfettende Produkte – die Haut sollte danach nicht trockenfrottiert, sondern nur abgetupft werden. Ein Pflegetipp für die Lippen: Lippen mit klarem Wasser abspülen, abrubbeln,das entfernt Schüppchen und regt die Durchblutung an und mit einem guten Fettstift einreiben.

Schweres Geschütz

Die Haut als unser schwerstes und größtes Organ hat zahlreiche Aufgaben und gilt als Indikator für Krankheiten und Gefühlsleben. Sie spiegelt das Seelenleben wider und reagiert mit Veränderungen, wenn das körperliche Gleichgewicht nicht stimmt. Veränderungen der Haut können durch psychische Belastungen ausgelöst oder verschlimmert werden, Hautkrankheiten wie zum Beispiel Schuppenflechte, können umgekehrt aber auch zu psychischen Problemen führen. "Unsere Haut spiegelt Krankheiten, Belastungen und Gefühle sehr gut wider, wird aber meist zu wenig beachtet. Nicht umsonst haben sich Redewendungen wie "sich wohl in seiner Haut fühlen" oder "das geht mir unter die Haut" in unsere Sprache eingebürgert", so Monika Gugerell, Pflegedirektorin der NÖ Hilfswerks.

Eitle ÖsterreicherInnen

Dass den Österreichern ihre äußere Hülle bei weitem nicht egal ist und Falten bei Frauen und Männern ein Thema sind, zeigt eine Umfrage unter 400 Männern und Frauen im Alter von 30 bis 65 Jahren. Die Mehrheit der Östereicher ist davon überzeugt, dass gutes Aussehen erfolgreich macht. Zwei von drei Frauen unternehmen aktiv etwas gegen Falten, Männer zu 15 Prozent. Dieses Ergebnis brachte eine Studie des Linzer market-Instituts mit der Arbeitsgemeinschaft Operative Dermatologie (AOD) der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV). (mat)

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    Unsere Haut dient als Schutzschild gegen Umwelteinflüsse.

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