Slalom-Silber zum Abschluss

19. März 2006, 16:29
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Viertes Metall für Sabine Gasteiger - ÖPC-Erwartungen mit 14 Medaillen weit übertroffen

Sestriere - Österreich hat die Paralympischen Winterspiele in Turin am Sonntag mit 14 Medaillen beschlossen. Am Schlusstag durften sich die österreichischen Behinderten-Sportler über drei weitere Medaillen freuen. Die sehbehinderte Oberösterreicherin Sabine Gasteiger gewann in Sestriere ebenso Silber im Slalom wie der Tiroler Harald Eder (sitzend). Bronze hinter Eder und dem Deutschen Martin Braxenthaler sicherte sich zudem der Vorarlberger Jürgen Egle.

Das Österreichische Paralympische Komitee (ÖPC) hat damit bei den IX. Paralympics zwar ausschließlich in alpinen Ski-Bewerben Edelmetall gewonnen, bilanzierte aber dennoch positiv. Die 14 Medaillen lassen sich in keiner Weise mit jenen 29 von vor vier Jahren in Salt Lake City vergleichen, zumal die zwölf Behinderten-Klassen in drei Überkategorien zusammengefasst wurden und statt 92 Entscheidungen nur noch 58 ausgetragen wurden.

"Das neue System hat sich auf Grund der größeren Transparenz aber auf alle Fälle bewährt", urteilte ÖPC-Sprecher Anton Holzer. "Damit erhöht sich die Wertigkeit jeder einzelnen Medaille um ein Vielfaches." Mit 14 Ski-Medaillen krönte sich Österreich in punkto Medaillenanzahl wie schon bei den Olympischen Spielen in Turin zur erfolgreichsten Alpin-Nation.

Als überragende ÖPC-Athletin gewann Gasteiger insgesamt vier Medaillen. Im Slalom musste sich die von ihrem Gatten Emil Gasteiger geführte Super G-Siegerin nur der Französin Pascale Casanova um 1,02 Sekunden geschlagen geben. Die 49-jährige Ergotherapeutin freute sich aber dennoch über ihre zweite Silbermedaille bei diesen Spielen nach jener in der Abfahrt. Für die weiteren ÖPC-Goldmedaillen in Sestriere hatten der Kärntner Walter Lackner (Super G/stehend) und der Vorarlberger Robert Meusburger (Slalom/stehend) gesorgt.

Im Herren-Torlauf (sitzend) verhinderte lediglich der dreifache Paralympics-Sieger Braxenthaler einen österreichischen Doppelsieg. Schon im Super G hatte sich Eder (+3,59 Sek.) nur dem Deutschen geschlagen geben müssen. Technik-Spezialist Egle (+5,20) gewann ebenfalls seine zweite Medaille nach Bronze im Riesentorlauf, seine insgesamt fünfte bei Paralympics. Das ÖPC war mit der Erwartung von achtmal Edelmetall nach Turin/Sestriere gereist. (APA)

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