Stimmen: "Einer der größten Skandale"

24. März 2006, 09:28
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  • Salzburg - Austria:

    Kurt Jara (Salzburg-Trainer): "Der Sieg war absolut verdient. Wir haben von Beginn an den Druck gemacht, den wir uns vorgenommen haben. Wir haben geduldig auf unsere Chance gewartet und Zickler hat dann das entscheidende Tor gemacht. Entscheidend war, dass wir heute unbedingt gewinnen wollten. Natürlich war der Ausschluss aber auch mitentscheidend. Was aber jetzt von der Austria und Manager Kraetschmer betrieben wird, ist schon Polemik und Stimmungsmache für das Rückspiel."

    Frenkie Schinkels (Austria-Trainer): "Salzburg ist verdient in Führung gegangen, dann haben wir das Spiel im Griff gehabt. Wenn dann solche Entscheidungen wie dieser Ausschluss getroffen werden, dann wird die Meisterschaft aber noch einmal spannend. Mit zehn Mann ist es gegen Salzburg natürlich schwierig. Außer in den ersten 20 Minuten, als Salzburg viel Druck gemacht hat, wäre mehr drinnen gewesen, aber nicht mit einem Spieler weniger. Wir haben schon vorher gewusst, dass Salzburg mit allen Mitteln zu Werke gehen wird."

    Markus Kraetschmer (Austria-Manager): "Das ist einer der größten Skandale in der jüngeren Geschichte der Bundesliga. Roland Linz ist so wie alle anderen vor der Partie kontrolliert und freigegeben worden. Mit so einer lächerlichen Entscheidung wird die Meisterschaft beeinflusst. Es ist durchaus möglich, dass wir Protest gegen die Wertung des Spiels einlegen. Die Taktik von Salzburg ist aufgegangen. Es ist wirklich traurig, dass die Meisterschaft durch zahlreiche Fehlentscheidungen und eine absolut lächerliche Entscheidung beeinflusst wird."

    Schiedsrichter Dietmar Drabek: "Das sind Regeln, die nicht ich erstellt habe. Das Tragen von Schmuckstücken jeglicher Art ist nicht erlaubt. Ich habe Roland Linz schon bei der Begrüßung gesagt, dass er das Band heruntergeben soll. Das hat er offensichtlich nicht gemacht, obwohl er es mir vor dem Anpfiff versichert hat."

    Marc Janko (Salzburg-Torschütze zum 3:0): "Wir werden der Austria im Titelkampf ein würdiger Konkurrent sein. Der Trainer stellt jede Runde neu auf. Heute war die ganze Mannschaft gut und kompakter als in den letzten Runden."

  • Pasching - GAK

    Dietmar Constantini (Pasching-Trainer): "Das war eine Zitterpartie, die wir für uns entscheiden konnten. In gewissen Phasen haben wir zu wenig reagiert, aber das Tor haben wir aus einer Situation gemacht, in der wir schneller geschaltet haben als der GAK. Wir waren nicht so aggressiv wie in den letzten Spielen und haben mit viel Glück drei Punkte gemacht."

    Lars Söndergaard (GAK-Trainer): "Wir bekommen dumme Tore und das Glück fehlt uns auch. Beim ersten Tor haben alle geschaut. Aber uns wurde ein klarer Elfer vorenthalten. Wenn wir da das 1:1 geschossen hätten, wäre es vielleicht ein anderes Spiel geworden. Ich bin aber zufrieden mit der Leistung, die die jungen Spieler gebracht haben. Wir haben derzeit eine schwierige Situation. Wir sind mit großem Selbstvertrauen aus der Winterpause gekommen, haben aber nun drei Niederlagen in der Meisterschaft kassiert. Da sieht man, wie schnell das geht."

  • Sturm - Ried

    Michael Petrovic (Sturm-Trainer): "Das Spiel haben wir glücklich gewonnen. In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt und sind verdient in Führung gegangen. Ich habe gewusst, dass in der zweiten Hälfte die Kraft fehlen wird. Meine acht Nachwuchsspieler, die zum Einsatz gekommen sind, waren halt müde nach den schweren Spielen in den vergangenen Wochen. Wir haben spielerisch nicht mehr so gut gespielt. Wir schießen in fast jedem Spiel ein schön herausgespieltes Tor."

    Heinz Hochhauser (Ried-Trainer): "Sturm hat verdient gewonnen, denn wir haben in 90 Minuten keine einzige Chance heraus gespielt. Sturm ist hinten gut gesanden, da hat es nichts genützt, dass wir über 90 Minuten Druck erzeugt haben. Im Moment schießen wir eben kein Tor, und wenn uns demnächst eines glückt, geht es wieder bergauf. Wir werden in Ried das Spiel umdrehen."

  • Wacker - Mattersburg

    Stanislaw Tschertschessow (Tirol-Trainer): "Das war ein wichtiger Sieg. Pflichtsiege sind immer schwer. Ich habe die zuletzt aufgekommene Euphorie bremsen müssen und die Spieler angehalten, sich voll auf dieses Match zu konzentrieren. Sie haben einen sehr guten Job gemacht."

    Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Für uns lief es etwas unglücklich. Wir sind zweimal allein aufs Tor gelaufen und haben nichts daraus gemacht. Nach dem 0:2 war das Spiel für Tirol gelaufen. Wir werden uns aber nicht nervös machen lassen und uns voll auf das Nachtragsspiel am Mittwoch bei der Admira konzentrieren. Sollten wir dieses auch verlieren, sind wir immer noch mit vier Punkten mehr vorne." (APA)

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