Ägypterin starb an H5N1-Infektion

21. März 2006, 09:07
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Weltweit über 100 Tote - Israel: 200.000 Vögel sollen gekeult werden

Kairo/Hamburg - In Ägypten ist höchstwahrscheinlich erstmals ein Mensch an der Vogelgrippe gestorben. Es handelt sich um eine 35 Jahre alte Frau aus der 30 Kilometer von Kairo entfernten Provinz Kaljubija. Mehrere Hühner, die sie in ihrem Haus gehalten hatte, waren verendet. In Israel dagegen gab es bei vier Verdachtsfällen auf das Virus H5N1 bei Menschen Entwarnung. Unter Tieren begann eine Massentötung.

Die Frau war nach Angaben von Ägyptens Gesundheitsminister Hatem al-Gabali vor zehn Tagen in ein Kairoer Krankenhaus gebracht worden, wo sie am Freitag starb. Nach den Untersuchungen in Ägypten steht das Resultat einer Laborprobe in Großbritannien noch aus, sagte Hatem al- Gabali am Samstag in Kairo. Das auch für den Menschen gefährliche Virus H5N1 war in Ägypten bei Vögeln vor einem Monat festgestellt worden.

Im Jänner waren vier Kinder in der Türkei an der Vogelgrippe gestorben. Auch in Aserbaidschan östlich der Türkei starben nach Regierungsangaben vom Dienstag drei Menschen an der Tierseuche. Weltweit sind nach Zahlen der Weltgesundheitsorganisation bisher mehr als 100 Menschen an der Suche gestorben.

Israel: 200.000 Vögel sollen gekeult werden

Israelische Behörden haben am Samstag nach Hinweisen auf einen Ausbruch der Vogelgrippe mit der Tötung von Geflügel begonnen. In vier Betrieben sollen 200.000 Truthähne, Hühner, Enten und Gänse mit vergiftetem Trinkwasser getötet werden, berichteten israelische Medien. Vier Landarbeiter, die mit Verdacht auf Vogelgrippe behandelt werden, sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Tel Aviv nicht mit dem Virus H5N1 infiziert.

In Kostrzyn (Köstrin) in Polen an der deutschen Grenze ist am Samstag zum zweiten Mal ein an Vogelgrippe erkrankter Schwan gefunden worden, sagte ein Sprecher des Veterinäramtes. Das Tier wurde eingeschläfert, bei seiner Untersuchung wurde das Virus H5 entdeckt. Jetzt soll ermittelt werden, ob es an der für Menschen gefährlichen Virus-Variante H5N1 erkrankt war.

Ein Vogelgrippe-Verdacht bei einem toten Steinmarder aus Lübeck hat sich nicht bestätigt. Das teilte das Landwirtschaftsministerium am Samstag in Kiel mit. (APA/dpa)

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