Früherer Gouverneur bei Rebellenangriff getötet

22. März 2006, 08:00
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Seit Freitag 15 Tote bei mehreren Überfällen

Kandahar - Bei einem Angriff mutmaßlicher Taliban im Süden Afghanistans sind am Samstag ein früherer Gouverneur sowie vier Begleiter getötet worden. Es sei davon auszugehen, dass die radikalislamischen Taliban und der von den USA gesuchte Gulbuddin Hekmatyar für die Attacke aus dem Hinterhalt verantwortlich seien, sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Kandahar. Der frühere Gouverneur von Ghasni, Kari Baba, war dort inzwischen als Regierungsberater tätig. Die Provinz ist eine der Hochburgen der Taliban.

Am Freitag waren nach neuen Angaben bei einem Bombenanschlag neun Polizisten ums Leben gekommen. Sie wollten die Leichen von vier Albanern überführen, die von den Taliban verschleppt worden waren. Zunächst war von fünf getöteten Polizisten die Rede gewesen.

1.700 Tote im vergangenen Jahr

Außerdem wurde der Wachmann einer afghanischen Baufirma bei einem Taliban-Angriff getötet, zwei seiner Kollegen werden seitdem vermisst. Bei den Unruhen, die von den Ende 2001 gestürzten Taliban ausgehen, sind im vergangenen Jahr in Afghanistan insgesamt etwa 1.700 Menschen ums Leben gekommen. (APA)

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