"Black Out" in Italiens Medien: Journalisten streiken

27. März 2006, 15:55
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Forderung nach Erneuerung der Kollektivverträge

Rom - Drei Wochen vor den Parlamentswahlen haben die italienischen Journalisten am Samstag zum vierten Mal innerhalb weniger Monate die Arbeit niedergelegt. Damit wollen sie ihren Forderungen nach einer Erneuerung der Kollektivverträge Nachdruck verleihen. Am Sonntag werden keine Zeitungen erscheinen.

Journalisten und Arbeitgeber diskutieren schon seit Monaten über die Erneuerung der Kollektivverträge, über die Höhe der Einkommen und über die befristeten Arbeitsverträge. Die Gewerkschaft schlug vor, die bis Jahresende geltende Regelung bis zum Jahr 2007 zu verlängern. Die Arbeitgeber lehnen das ab.

Journalisten kritisieren Abbau von Rechten

Die Journalistengewerkschaft FNSI beschuldigt den Verlegerverband FIEG, die Unabhängigkeit der Journalisten zu gefährden und ein Modell voranzutreiben, das die Qualität im italienischen Informationssystem und die Rechte der Journalisten abbaut. "Man kann nicht dulden, dass junge Journalisten wie Parias der Gesellschaft behandelt werden", protestierte ein Gewerkschaftssprecher. Die Verleger nützten immer mehr schlecht bezahlte, freiberufliche Journalisten aus, bemängelte die Gewerkschaft. (APA)

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