Larsson schlägt im Heim-Slalom zu

25. März 2006, 18:44
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Erster Weltcupsieg für den Schweden - Tissot und Grandi auf den Plätzen - Matt Sechster und bester ÖSV-Läufer - Raich, Rocca out

Aare - Der Schwede Markus Larsson hat am Samstag im letzten Herren-Einzelrennen der Saison 2005/06 den ersten Weltcupsieg seiner Karriere gefeiert. Der Lokalmatador gewann in Aare im Slalom klar vor Stephane Tissot (+0,82 Sek.) aus Frankreich sowie dem Kanadier Thomas Grandi (+0,93). Als bester Österreicher landete der Tiroler Ex-Weltmeister Mario Matt (+1,25) auf Rang sechs.

"Ich habe das erste Mal in dieser Saison annähernd meine Trainingsleistung umsetzen können, das ist ein gutes Ergebnis", lautete das Resümee von Matt nach einer "enorm schwierigen Saison für mich".

Shiga-Kogen-Sieger Reinfried Herbst aus Salzburg, zur Halbzeit Fünfter, schied in der Entscheidung aus, Benjamin Raich war bereits im ersten Lauf ausgefallen. Er war darüber nicht allzu traurig.

Ausfall für Rocca ohne Folgen

Auch der als Slalom-Weltcupsieger bereits feststehende Giorgio Rocca kam nicht in die Wertung. Dem Italiener, der im ersten Durchgang überlegene Bestzeit erzielt hatte, unterlief im Finale ebenfalls einen Torfehler.

Kalle Palander verfolgte nach seinem am Vortag erlittenen Kreuzbandriss im Knie das Rennen auf Krücken gestützt im Zielraum als Zuschauer. Er hätte als Einziger noch den fünffachen Saisonsieger Rocca abfangen können, doch sein Sturz im Riesentorlauf am Freitag hatte einen Angriff auf die kleine Kristallkugel vereitelt.

Schwierige Bedingungen

Regen hatte die Piste im WM-Ort 2007 zu einer Matschlandschaft gemacht. Ausgerechnet am letzten Tag der Einzelbewerbe hatte das Wetter nicht mehr mitgespielt: "Darauf werden wir uns für nächstes Jahr einstellen müssen. Nur wird es schneien und noch um einiges kälter", prophezeite ÖSV-Alpinchef Hans Pum.

Im Regenrennen am Samstag kamen die Österreicher jedenfalls ziemlich ins Schleudern. Denn neben Matt schien nur noch der Olympia-Dritte Rainer Schönfelder als Achter im Endklassement auf. Neben dem Olympia-Zweiten Herbst war auch der Tiroler Manfred Pranger im zweiten Lauf gescheitert. Damit blieb der Riesentorlauf-Sieg von Raich der einzige Podestplatz der ÖSV-Herren beim Saisonfinale. (APA/red)

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    Der Regen von Aare konnte dem Jubel von Markus Larsson über seinen ersten Weltcupsieg nichts anhaben.

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