Lukaschenko droht Opposition nochmals mit Gewalt

19. März 2006, 13:02
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"Wir werden dem sofort das Genick brechen - wie bei einem Entenküken"

Minsk - Vor der Präsidentschaftswahl in Belarus (Weißrussland) hat Amtsinhaber Alexander Lukaschenko nochmals versucht, die Opposition einzuschüchtern. "Gott bewahre, dass sie wagen, hier etwas zu tun", sagte Lukaschenko am Freitagabend im Staatsfernsehen. "Wir werden dem sofort das Genick brechen - wie bei einem Entenküken."

Er garantiere, dass es in Belarus "keinen Staatsstreich" geben werde, fügte Lukaschenko in Anspielung auf die organge Revolution in der Ukraine hinzu. "Es wird keine gewalttätige Übernahme von Institutionen und keine Blockaden von Straßen und Plätzen geben."

Lukaschenko nahm mit seinen Äußerungen offensichtlich Bezug auf die Aufforderung von Oppositionsführer Alexander Milinkewitsch. Dieser hatte seine Anhänger aufgefordert, nach dem Urnengang am Sonntag auf die Straße zu gehen, um dort gegen die massive Wahlfälschung zu demonstrieren, die von der Opposition erwartet wird. Zugleich warnte Lukaschenko Wahlbeobachter, ihre "Befugnisse nicht zu überschreiten" und nicht zu entscheiden, wie "wir leben sollten und wie das belarussische Volk sich entwickeln soll". (APA)

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